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Werk:Apologia doctae ignorantiae/25

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Neque puto hoc aliter quam in docta percipi posse ignorantia. Sicut enim Deus ita est ubique quod nullibi – cum nulli loco desit, qui in nullo loco est –, ut sit in omni loco illocaliter sicut magnus sine quantitate: ita est etiam Deus ipse omnis locus illocaliter et omne tempus intemporaliter et omne ens non-enter. Et ob hoc non est aliquid entium sicut non est aliquis locus vel aliquod tempus, quamvis omnia sit in omnibus, – quasi monas est omnia in omnibus numeris, quia ea sublata nequit numerus esse, qui solum per ipsam esse potest; et quia monas est omnis numerus, non tamen numeraliter, sed complicite, ideo non est aliquis numerus; nam nec binarius nec ternarius.»

Ich glaube, daß dies auf keine andere Weise als in wissender Unwissenheit verstanden werden kann. Wie nämlich Gott so überall ist, daß er nirgends ist – da der an keinem Ort fehlt, der an keinem Ort ist, so daß er an jedem Ort auf nicht-örtliche Weise ist, ebenso wie er groß ohne Größe ist – so ist auch Gott selbst jeder Ort unörtlich, jede Zeit unzeitlich und jedes Sein nichtseiend. Und darum ist er nicht irgendein Seiendes, wie er auch nicht ein bestimmter Ort oder eine gewisse Zeit ist, obwohl er alles in allem ist, ähnlich wie die Monas alles in allen Zahlen ist, weil die Zahl allein durch sie und ohne sie nicht zu sein vermag. Und da die Monas jede Zahl ist, jedoch nicht zahlenhaft, sondern einschließend, ist sie nicht irgendeine Zahl; weder eine Zwei noch eine Drei.»


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