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DG1G/Exkurs über Germanisch und Deutsch/04

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Längere Untersuchung fordert der name Deutsch, Nachdem das goth. þiudiskō ἐθνικῶς Gal. 2, 14 aufgefunden ist, darf an der Ableitung von þiudisks εθνικός aus þiuda, ἔθνος nicht gezweifelt werden[1], folglich stammt auch das abd. diutisk aus diot, das ags. þēodisċ aus þēod. Der Sinn des Wortes ist gentilis, gentilitius, populans, vulgaris, was vom gesamten Volk im Gegensatz zu den einzelnen Stämmen gilt, heimatlich, eingeboren, allgemein verständlich, aber auch den Nebensinn von heidnisch, barbarisch, den þiudisk wie εθνικός, ebenso þiuda, vulgus, im Munde der geistlichen Schriftsteller[2] an sich tragen, darf man nicht abweisen, hierin stimmt es zu germanicus: beide Ausdrücke auf die Sprache bezogen bezeichnen die gemeine, rohe Vulgärsprache gegenüber der gebildeten, verfeinerten der Gelehrten, was wir noch jetzt Volkssprache nennen[3].

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  1. ↑ 1) unter den visigothischen Königen folgt auf Theudis ein Theudisclus (Isidori chron. goth. aera 569. 580.) oder ist dieser name entstellt aus Theudegisclus? (Prokop de b. goth. 1, 11.) Anm. KF: Teudegisclo (lateinisch: Theudegisclus; griechisch: Θευδέγισκλος, Theudégisclos), Tiudigisclo (lateinisch: *Thiudigisclus) oder Tiudisclo (lateinisch: Thiudisclus)[1] war ein ostgotischer Adliger des 6. Jahrhunderts. Er war der Sohn von König Theodatus (reg. 534–536) und seiner Frau Gudeliva sowie der Bruder von Theodenanda. Laut Procopius wurde er nach der Ermordung seines Vaters Ende 536 von Vitige (reg. 536–540) unter Bewachung gestellt, möglicherweise in Rom.[2] Der Grund für seine Verhaftung könnte neben persönlichen Wünschen und Ansprüchen auf den Thron auch seine wahrscheinliche Neigung zu einem Abkommen mit dem Byzantinischen Reich gewesen sein, wie auch andere Verwandte von ihm (Theodatus, Ebremundo, Amalasunta und Matasunta).[3] Er gehörte der Amalos-Dynastie an.[4] Garcia Moreno schlug vor, er sei der Vater von Gosuinda, dessen Name möglicherweise von Gudelivas Namen inspiriert war.[5]
  2. ↑ 2) Sozomenus braucht von den gothischen Barbaren ὲλληνῐκῶς = εθνικός (deutsche mythol. p. 73) vgl. ὲλληνῐς = gentilis Marc. 7, 26. goth. haiþnō. Venantius Fortunatus versteht unter barbara femina eine germanica. barbara femina = Babarenfrau "nicht zu vergleichen mit dem Schrei einer Barbarenfrau und all dem Kummer der Tropfen, die im See schwimmen. Jeder hatte seine eigenen Tränen, ich allein, aber alle: dieser öffentliche Kummer ist für mich privat," Quelle germanica = Germanin
  3. ↑ 3) Aus gleichem Grund war den romanischen Völkern lingua romana die Vulgärsprache, lingua rustica, entgegengesetzt der lateinischen Kirchensprache; roman, romanze ein in der Vulgärsprache verfaßtes Gedicht oder Lied.