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KÜZKDWH/35

aus AufEinWort, der freien Forschung

▶Nach Habermas besteht eine grundsätzliche Parallelität von praktischem und theoretischem Diskurs. Nun ist es eine in der philosophischen Tradition immer wiederkehrende Einsicht, daß der Bereich des Theoretischen und der des Praktischen zwar eine Selbigkeit haben —in beiden Fällen handelt es sich um eine Beziehung zwischen Bewußtsein und Gegenständen –, daß die Art der Beziehung jedoch eine grundverschiedene ist. Zum Erkennen gehört es, daß sich das Bewußtsein nach den Gegenständen richtet, zum (sittlichen) Handeln, daß sich die Gegenstände nach dem Bewußtsein orientieren. In der Sprache Kants: das sittliche Handeln gründet —unter Ausschluß jeder Beestimmung durch Neigungen und ihre Gegenstände oder Zwecke – in der Autoonomie der Vernunft. Insofern Habermas’ Konsensustheorie der Korresponndenzbeziehung nicht entraten kann, läuft sie Gefahr, zuviel zu behaupten, nämlich das korrespondenztheoretische Element nicht nur für den theoretischen, sondern auch für den praktischen Bereich als konstitutiv anzusehen.

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Einzelnachweise