„Wort“ – Versionsunterschied
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Die Seite wurde neu angelegt: „wort | === Worte oder Wörter === Die bedeutungsunterscheidende Trennung der Pluralformen „Wörter“ und „Worte“ kommt im 16. Jahrhundert auf. Nachdem Schottel sie im 17. Jahrhundert zur Norm erhebt, was von nachfolgenden Sprachgelehrten fortgeführt wird, setzt sie sich langsam bis zum 19. Jahrhundert durch. Besonders in informaler Rede wird die Trennung heutzutage allerdings nicht konsequent vollzogen. Dabei ist anzumerken, dass die Pluralform…“ |
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=== Worte oder Wörter === | wort Die Mz. von Wort ist an sich Worten oder gar Wörten und es gab vielerlei Artweisen das Wort Wort in Einzahl und Mehrzahl zu verschriften, wie es zu zu verschriften sei, ergibt sich aus dem zu vermittelnden Wort selbst, es ist ein Einzelwort ein Wort, wie ein ganzes Buch ein Wort sein kann, doch sagen wir in mehreren begrenzten Worten gefasst vergleichsweise eine Meinung, jedoch halten wir ein Wörterbuch in den Händen, wenn der Worte Vielzahl und Vielfalt nicht aufeinander folgend im Sinn einer zu vermittelnden Meinung, Aussage, eines Satz einer Frage, ... zusammenhängend sind, also zusammengenommen keinen Sinn vermitteln, insbesondere also dann diese als Wörter benennen, wenn diese geordnet aufgelistet werden. | ||
[[Kategorie: | == Wichtige Seiten zum Wort "Wort" == | ||
[[Kategorie: | * [[Über die Wortbedeutung von Wort]] | ||
* [[Wort (Adelung)]] | |||
* [[Wort (Grimm)]] | |||
* [[Wort (Theoretische Informatik)]] | |||
* [[Werk:Wundersame Sprache/Wort oder Begriff?]] | |||
== Wortwandel == | |||
* '''Wort''' <abbr>n.</abbr> ‘kleinste Sinneinheit der Rede, zusammenhängende Rede’, | |||
** <abbr>ahd.</abbr> (8. Jh.), <abbr>mhd.</abbr> <abbr>mnd.</abbr> ''wort'', | |||
** <abbr>asächs.</abbr> <abbr>aengl.</abbr> <abbr>engl.</abbr> ''word'', | |||
** <abbr>mnl.</abbr> ''woort'', | |||
** <abbr>nl.</abbr> ''woord'', | |||
** <abbr>anord.</abbr> ''orð'', | |||
** <abbr>swed.</abbr> ''ord'', | |||
** <abbr>got.</abbr> ''waúrd''. (''ord –'' gotisch germanisch für Wort?) | |||
* <abbr>[[—Ger.]]</abbr> ''*wurða-'' führt | |||
** mit <abbr>apreuß.</abbr> ''wīrds'' ‘Wort’ | |||
** und (ablautend) | |||
*** <abbr>lat.</abbr> ''[[verbum]]'' (mit b aus uig<abbr>.</abbr> [[-dh-|-''dh-'']]) ‘Wort, Rede’, | |||
*** <abbr>lit.</abbr> ''var̃das'' ‘Name, Benennung, Titel’ | |||
*** lett. ''vàrds'' 'Wort, Name' | |||
** auf eine [[dh-Erweiterung]] uig<abbr>.</abbr>''*u̯erdho-'' ‘Wort’ der [[—Ww.]] uig<abbr>.</abbr> ''*u̯er-'' ‘feierlich sagen, sprechen’. | |||
** Dazu gehört wohl auch | |||
*** <abbr>grie.</abbr> ''[[eírō|é͞irō]]'' (''εἴρω'') ‘ich sage’ und | |||
** (einer [[t-Erweiterung]] folgend) | |||
*** <abbr>aind.</abbr> ''vratám'' ‘Gelübde’, | |||
*** <abbr>aruss.</abbr> ''rota'', | |||
*** <abbr>russ.</abbr> (landschaftlich) ''rotá'' (''рота'') ‘Eid’, | |||
*** <abbr>aslaw.</abbr> ''rotiti sę'' ‘sich verschwören, fluchen’, | |||
*** <abbr>russ.</abbr> (landschaftlich) ''rótit’sja'' (''ротиться'') ‘schwören’ | |||
** sowie (zu einer k-Erweiterung) | |||
*** <abbr>russ.</abbr>''vrat’'' (''врать'') ‘lügen, faseln’, | |||
** vielleicht auch | |||
*** <abbr>aslaw.</abbr> ''vračь'', | |||
*** <abbr>russ.</abbr> ''vrač'' (''врач'') ‘Arzt’, eigentlich ‘Beschwörer’. | |||
* Die [[—Plrlbldng]] | |||
** erfolgt zunächst (entsprechend der Zugehörigkeit des [[—Sbstntv]] zu den neutralen [[a-Stamm|a-Stämmen]]) endungslos, | |||
*** vgl. <abbr>ahd.</abbr> ''thiu wort''; | |||
** doch begegnen (unter dem Einfluß der maskulinen a-Stämme) schon früh [[—Plrlfrmen]] wie | |||
*** <abbr>mhd.</abbr> (<abbr>md.</abbr>) ''die worte'' und | |||
*** (sekundär nach der Flexion der [[s-Stamm|s-Stämme]]) | |||
**** <abbr>mhd.</abbr> ''worter'' (12. Jh.), ''wörter'' (um 1300). | |||
*** Die unterschiedliche [[—Plrlbldng]] führt (im 16. Jh. beginnend, im 17. Jh. von [[Justus Georg Schottel|Schottel]] verbindlich gefordert) zu bedeutungsdifferenzierendem Gebrauch, vgl. ''[[Worte]]'' ‘zusammenhängende Rede’, ''[[Wörter]]'' ‘Vokabeln’. – | |||
= Wort = | |||
{{Begriffsklärungshinweis}} | |||
{{überarbeiten|grund=Inhalt folgt noch nicht der bereits überarbeiteten Literaturliste. – Anders als es die vorhandene Diskussion suggeriert, wird in der Linguistik kein einheitlicher Wortbegriff vorausgesetzt, dessen Kriterien strittig wären, sondern getrennte Begriffe}} | |||
[[Datei:Codex claromontanus latin (The S.S. Teacher's Edition-The Holy Bible - Plate XXVIII).jpg|mini|[[Latein]]ischer Text ohne erkennbare Wortumbrüche]] | |||
Ein '''Wort''' (wahrscheinlich verwandt mit lateinisch ''verbum''<ref>[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: ''[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].'' 20. Auflage. Hrsg. von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 868.</ref>) ist eine selbständige [[sprachliche Einheit]]. In der [[Natürliche Sprache|natürlichen Sprache]] besitzt das Wort – im Gegensatz zu einem [[Laut]] oder einer [[Silbe]] – eine eigenständige [[Bedeutung]], womit es zu den [[Symbol]]en (Bedeutungsträgern) gehört. | |||
Ob „Wort“ in der [[Sprachwissenschaft]] eine präzis definierbare [[Kategorie (Philosophie)|Kategorie]] ist, ist umstritten. So stellte [[Ferdinand de Saussure]] den Begriff „Wort“ völlig zurück und sprach stattdessen schlicht vom „[[Zeichen]]“.<ref>{{Literatur |Autor=de Sivers |Titel=Wort |Herausgeber=[[André Martinet]] |Sammelwerk=Linguistik |Datum=1973 |Seiten=185 (186)}}</ref> Mit einem Wort ist mitunter auch eine Abstraktion von der konkreten [[Wortform]] gemeint („Baum“ und „Bäume“ als Formen ein und desselben ''Wortes''), solche Vorstellungen erfahren in der [[Semantik]] unter dem Begriff des [[Lexem]]s präzisere Beschreibungen. | |||
Das „Wort“ wird begrifflich vom [[Phonem]], vom [[Morphem]], dem [[Wortgruppe|Syntagma]] sowie dem [[Satz (Grammatik)|Satz]] abgegrenzt. Allerdings kann tatsächlich auch ein einziges Wort einen Satz bilden, genauso wie ein Wort aus nur einem einzigen Morphem und dieses wiederum aus nur einem einzigen Phonem bestehen kann. Ein Beispiel ist die lateinische Form ''ī'' „geh!“ (der Imperativ zum Verb ''ire'' „gehen“). | |||
== Plural == | |||
Für „Wort“ gibt es zwei [[Plural]]formen. Idealtypisch ist die folgende semantische Unterscheidung üblich:<ref name="desd-FAQL" /> | |||
* ''Wörter'' bezieht sich auf einzelne oder vereinzelte Objekte. | |||
* ''Worte'' bezieht sich auf eine Äußerung, einen Zusammenhang bildende Wörter. | |||
Der Plural von ''Wort'' lautet dann ''Wörter'', wenn es um das Auftreten mehrerer einzelner davon geht („Das Verzeichnis enthält 100.000 Wörter“). Von ''Worten'' spricht man hingegen bei der Verwendung von Wörtern in feststehenden Zusammenhängen (''Dankesworte'', ''Grußworte'', ''i. W.'') oder geläufigen Ausdrücken (''ehrliche Worte'', ''leere Worte'', ''[[letzte Worte]]'').<ref name="DWDS">[http://www.dwds.de/?kompakt=1&sh=1&qu=wort DWDS-Eintrag zu „Wort“] (mit Zitat aus Wolfgang Pfeifers ''Etymologischem Wörterbuch des Deutschen'')</ref><ref name="desd-FAQL">[http://faql.de/numerus.html#wort Plural von Wort] (mit Zitat aus Grimms [[Deutsches Wörterbuch|Deutschem Wörterbuch]])</ref> | |||
Laut dem ''[[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]]'' ist diese Unterscheidung im [[Mittelhochdeutsch]]en bezeugt und hat sich im 16. Jahrhundert verstärkt durchgesetzt, wobei jedoch der Plural „Worte“ selbst in hochrangiger Literatur auch für Wörter ohne Zusammenhang benutzt wird. Der Sprachgelehrte [[Justus Georg Schottelius]] postulierte jene semantische Unterscheidung im 17. Jahrhundert.<ref name="DWDS" /><ref name="desd-FAQL" /> | |||
Wort bezeichnet als [[Kollektivum]] auch eine bedeutsame, kurze Aussage (''Ein Wort der Weisheit'', ''Machtwort''), insbesondere wenn sie eine feste Form bilden, in die Einschübe nicht möglich sind (etwa in ''[[Sprichwort]]''). Diese bestehen ihrerseits aus mehreren grammatikalischen Wörtern. Der Plural ''Worte'' ist hierbei erforderlich. ''Wörter der Weisheit'' ist somit ein [[Oxymoron]]. | |||
Des Weiteren bezeichnet das Wort als [[Singularetantum]] – von dem hierbei kein Plural gebildet werden kann – eine Lehre (z. B. ''das [[Wort Gottes]]'') oder ein Versprechen (z. B. ''sein Wort brechen''). | |||
== Entstehung == | |||
Wörter gehören zu den ältesten [[Abstraktion|abstrahierenden]] [[symbol]]ischen Formen der Menschheit. Ob nicht z. B. [[Abbild|Bilder]] älter sind, ist eine empirisch schwer beantwortbare Frage (vgl. [[Urgesellschaft]]). Voraus gingen ihnen jedenfalls erfahrungsbewährte Wiederholungen konkreter Handlungen. Ob sich bestimmte Urwörter durch Methoden der [[Vergleichende Sprachwissenschaft|Vergleichenden Sprachwissenschaft]] aufweisen lassen, ist zweifelhaft (da bereits die Rekonstruktion von [[Makrofamilie]]n strittig ist). | |||
== Charakterisierung == | |||
Je nach Blickwinkel sind verschiedene Kriterien möglich, um Wörter zu identifizieren, die je nach theoretischem Hintergrund und [[Erkenntnisinteresse]] miteinander kombiniert oder ergänzt werden.<ref>{{Literatur |Autor=Dieter Herberg |Titel=Theoretische Probleme der deutschene Orthographie |Hrsg=Nerius, Dieter/Scharnhorst, Jürgen |Nummer=Sprache und Gesellschaft 16 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1980 |Kapitel=Wortbegriff und Orthographie |Seiten=140–161}}</ref> Unter dem Ausdruck „Wort“ kann phonetisch-phonologisch, graphematisch, morphologisch, syntaktisch oder lexikalisch-semantisch je Verschiedenes verstanden werden:<ref>Peter Ernst: ''Germanistische Sprachwissenschaft.'' WUV, Wien 2008, S. 103. (UTB; 2541)</ref> | |||
=== Übersicht === | |||
; [[Phonologie|Phonologisches]] Kriterium<!--es gibt keine phonetischen Wörter, nur phonemische--> (Wortgestalt) | |||
; ''phonologisches,<ref name="Meibauer17">Jörg Meibauer: ''Einführung in die germanistische Linguistik.'' 2. Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2007, ISBN 978-3-476-02141-0, S. 17.</ref> phonem(at)isches Wort'' | |||
: Wörter sind [[Phonem]]­ketten (Lautfolgen), die durch Grenzsignale wie zum Beispiel Pausen theoretisch isolierbar sind<ref>Bußmann, Hadumod (Hrsg.): ''Lexikon der Sprachwissenschaft.'' Stuttgart 2008. ''Wort'' Abschnitt (a)</ref> bzw. bestimmten Regeln der Silbenbildung<ref>George A. Miller: ''Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.'' 1996, S. 123.</ref> entsprechen. | |||
: Im Deutschen gibt es innerhalb jedes Wortes genau eine Hauptakzent[[silbe]]. In anderen Sprachen, wie beispielsweise dem Französischen, werden die Wörter beim Sprechen stark aneinander gebunden und miteinander verschmolzen. Das führt dazu, dass eine vom Schriftbild ausgehende Definition stark von einer lautorientierten Definition abweichen kann. Nach dem phonetischen Kriterium zählen auch [[Interjektion]]en wie ''äh'' usw. zu den Wörtern. | |||
; [[Orthographie|Orthografisches]] Kriterium (Wortgestalt) | |||
; ''grafisches,<ref name="Kessel61">Katja Kessel, [[Sandra Reimann]]: ''Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache.'' Francke, Tübingen u. a. 2005, ISBN 3-8252-2704-9, S. 61.</ref> graphem(at)isches Wort'' | |||
: Ein Wort ist eine [[Graphemkette]] (Buchstabengruppe) zwischen zwei Trennzeichen, meistens Leerzeichen. | |||
: Dieser Begriff bezieht sich auf Schriften mit Trennzeichen. | |||
; [[Morphologie (Sprache)|Morphologisches]] Kriterium ([[Wortform]]) | |||
; ''morphologisches,<ref name="Meibauer17" /> morphem(at)isches Wort'' | |||
: Ein Wort ist eine möglichst kleine sprachliche Einheit, die eine Bedeutung trägt und frei vorkommen kann. | |||
: In dieser Definition entspricht ''Wort'' etwa einem freien [[Morphem]], das aber durch Derivationsmorpheme erweitert sein kann (Bsp.: Herr, herr''lich'', ''ver''herrlichen). Ein so definiertes Wort kann mit Flexionsmorphemen versehen werden, wodurch man die Wortformen dieses Wortes erhält (zum Beispiel Frau, Frauen; laut, lauter; mache, machst, macht). | |||
; [[Syntax|Syntaktisches]] Kriterium | |||
; {{Anker|Syntaktisches Wort}}''syntaktisches Wort<ref name="Kessel61" /><!--, [[Syntagmem]]-->'' | |||
: Syntaktische Wörter können definiert werden als „kleinste verschiebbare und ersetzbare Einheiten des Satzes.“<ref>''Wort.'' In: [[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.): ''Lexikon der Sprachwissenschaft.'' 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0.</ref> oder Atome, mit denen man grammatische Sätze beschreiben kann.<ref>George A. Miller: ''Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.'' 1996, S. 123.</ref> Dieser Begriff bezeichnet demnach die syntagmatische Eigenschaft, als atomare Einheit zu dienen, auf die Satzbauregeln sich beziehen können; der Begriff muss dann also auch nicht mit dem Wortbegriff der Morphologie, z. B. dem flektierten Wort (einer „Wortform“) zusammenfallen. Syntaktische Wörter können eine eindeutige Wortform haben (Beispiel: ''fliegen.'' ''fliege.'' ''fliegst'' …), dies ist aber nicht zwingend so (Beispiel: die/der/den/den ''Fliegen'').<ref>Nach: Angelika Linke, Markus Nussbaumer, Paul R. Portmann: ''Studienbuch Linguistik.'' 5. Auflage. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 65.</ref> | |||
: Andere Autoren unterscheiden jedoch nicht zwischen Wortform und syntaktischem Wort, sondern bezeichnen als syntaktisches Wort „jede spezifische grammatische Ausprägung eines Wortes“,<ref>So – zirkulär – Angelika Linke, Markus Nussbaumer, Paul R. Portmann: ''Studienbuch Linguistik.'' 5. Auflage. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, ISBN 3-484-31121-5, S. 63.</ref> präziser: eines „Lexems“.<ref>Patrick Brandt, Rolf-Albert Dietrich, Georg Schön: ''Sprachwissenschaft.'' 2. Auflage. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2006, ISBN 3-412-00606-8, S. 140.</ref> Die Einbeziehung semantischer Gesichtspunkte lässt – teilweise – das syntaktische Wort wie folgt charakterisieren: „Es ist ein Lexem, das so weit mit Merkmalen ausgerüstet ist, dass man damit syntaktische Ausdrücke – Phrasen und Sätze – bauen kann.“<ref>Angelika Linke, Markus Nussbaumer, Paul R. Portmann: ''Studienbuch Linguistik.'' 5. Auflage. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 65.</ref> | |||
: Probleme für einen rein syntaktischen Wortbegriff werfen zum Beispiel die trennbaren Verben im Deutschen auf, deren Bestandteile sich zwar voneinander trennen lassen (aufessen, er isst auf), aber trotzdem als Ganzes ersetzbar sind. | |||
; [[Semantik|Semantisches]] Kriterium (Wortparadigma) | |||
; ''lexikalisches Wort'',<ref name="Duden-7-Rn197">''Duden, Die Grammatik.'' 7. Auflage. 2005, ISBN 3-411-04047-5, Rn. 197</ref> [[Lexem]]<ref name="Duden-7-Rn197" /> | |||
: In semantischer Hinsicht sind Wörter kleinste, relativ selbstständige Träger von Bedeutung, die im [[Lexikon]] angeführt sind. | |||
: Die Bedeutung von Wörtern wird aber von ihrem Äußerungskontext mitbestimmt und ist deshalb nicht ohne weitere Untersuchungen fassbar. Einigen Wörtern lässt sich keine lexikalische Bedeutung zuordnen, allenfalls eine grammatische ([[Funktionswort|Funktionswörter]]). | |||
: Beispielsweise sind die Ausdrücke ''fliegt'', ''flog'', ''fliegend'' und ''geflogen'' vier Wortformen eines Lexems.<ref>Nach Piroska Kocsány: ''Grundkurs Linguistik: ein Arbeitsbuch für Anfänger.'' Fink, Paderborn 2010, ISBN 978-3-8252-8434-3, S. 82.</ref> | |||
=== Diskussion der Abgrenzungsversuche === | |||
==== Abgrenzung nach Leerstellen ==== | |||
''Orthographische'' Abgrenzungskriterien werden vielfach abgelehnt. Dies geschieht aus innersprachlichen und aus sprachvergleichenden Gründen: | |||
* Für die Ablehnung eines orthographischen Abgrenzungskriteriums spricht, dass die Getrenntschreibung teilweise fakultativ ist. Beispiel: ''auf Grund'' oder ''aufgrund''.<ref>Duden online, https://www.duden.de/zitieren/10241164/1.1</ref> | |||
* Trennbare Wörter sollten als ein Wort aufgefasst werden können.<ref>Jörg Meibauer: ''Einführung in die germanistische Linguistik.'' 2. Auflage. 2007, S. 17; Anke Lüdeling: ''Grundkurs Sprachwissenschaft.'' Klett Lerntechnik, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-12-939004-7, S. 80.</ref> Beispiel: ''anrufen'' – ''(ich) rufe an''. | |||
* Nach der alten Rechtschreibung schrieb man ''spazierengehen'', nunmehr ''spazieren gehen''. Man kann nach der neuen Rechtschreibung sowohl ''spazierengehende Menschen'' als auch ''spazieren gehende Menschen'' schreiben. ''Spazierengehen'' und ''spazieren gehen'' erscheinen als ein Wort.<ref name="dürscheid-syntax">[[Christa Dürscheid]]: ''Syntax. Grundlagen und Theorien.'' 5. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8385-3319-3, S. 20. (UTB, 3319)</ref> | |||
* Es ist unklar, wie Bindestrich- und Apostrophschreibungen gezählt werden sollen.<ref>Christoph Gabriel, Trudel Meisenberg: ''Romanische Sprachwissenschaft.'' Fink, Paderborn 2007, ISBN 978-3-7705-4325-0, S. 135.</ref> | |||
* Der Sprachvergleich zeigt zudem, dass Wortgrenzen konventionell sind. So steht der türkische Ausdruck ''alabileceğim'' für ''ich werde kaufen können''.<ref>Hans Reichenbach: ''Gesammelte Werke.'' Band 6: ''Grundzüge der symbolischen Logik.'' Vieweg, Braunschweig 1999, ISBN 3-528-08366-2, S. 5.</ref> | |||
* Auch ist nicht überzeugend, dass zum Beispiel ''Waschmaschine'' ein Wort, der englische Ausdruck ''washing machine'' als aus zwei Wörtern bestehend angesehen wird.<ref>Christoph Gabriel, Trudel Meisenberg: ''Romanische Sprachwissenschaft.'' 2007, S. 135.</ref> | |||
* Es sind auch nicht alle Sprachen verschriftlicht<ref>Christoph Gabriel, Trudel Meisenberg: ''Romanische Sprachwissenschaft.'' 2007, S. 136.</ref> und nicht alle schriftlichen Sprachen arbeiten mit Buchstaben.<ref>Meibauer: ''Einführung in die germanistische Linguistik.'' 2. Auflage. 2007, S. 17.</ref> | |||
* Einige Sprachen oder Schriftsysteme kennen keine Leerstellen zwischen Wörtern, wie etwa [[Thailändische Schrift|Thai]] oder [[Chinesische Schrift|Chinesisch]]. | |||
Für den Sprachwissenschaftler [[Johannes Volmert]] (* 1940) ist die orthographische Wortdefinition „tautologisch, denn in die Schreibkonventionen ist das Vorverständnis dessen, was ein Wort ist und wo seine Grenzen sind, schon eingegangen“.<ref>Volmert: ''Sprache und Sprechen: Grundbegriffe und sprachwissenschaftliche Konzepte.'' In: Johannes Volmert (Hrsg.): ''Grundkurs Sprachwissenschaft.'' 5. Auflage. UTB, ISBN 3-8252-1879-1, 2005, S. 22 f.; entsprechend Michael Bogdal: ''BA-Studium Germanistik: ein Lehrbuch.'' Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2008, ISBN 978-3-499-55682-1, S. 36: ''zirkulär.'' weil vom Vorverständnis abhängend</ref> | |||
==== Abgrenzung nach Sprechpausen ==== | |||
Das Wort als lautliche Einheit (phonologisches Wort) wird zwar weniger als das Wort als grafische Einheit (orthographisches Wort) kritisiert,<ref>Kritisch gegenüber einer phonologischen Abgrenzung Christoph Gabriel, Trudel Meisenberg: ''Romanische Sprachwissenschaft.'' 2007, S. 136; Anke Lüdeling: ''Grundkurs Sprachwissenschaft.'' Klett Lerntechnik, Stuttgart 2009, S. 80.</ref> erscheint aber letztlich entsprechend kritisierbar: die Definition erscheint zirkulär, weil die Einheit des Wortes nicht durch Pausen, sondern (etwaige) Pausen durch die Einheit des Wortes bedingt sind. | |||
* Pausen kann man auch zwischen Silben setzen, ohne dass diese dadurch zu Wörtern würden. Beispiel: ''wi-ki-pe-di-a'' bleibt ein Wort, auch wenn man zwischen jeder Silbe eine Pause setzt. | |||
* Man macht normalerweise in den meisten Sprachen beim realen Sprechen keine Pause zwischen allen Wörtern.<ref>Anke Lüdeling: ''Grundkurs Sprachwissenschaft.'' Klett Lerntechnik, Stuttgart 2009, S. 80.</ref> | |||
* Insbesondere bei [[Polysynthetische Sprache|polysynthetischen Sprachen]] kann das Erkennen von Pausen zwischen Wörtern extrem schwierig sein, so dass man besser andere Kriterien wie die [[Intonation (Sprachwissenschaft)|Betonung]] heranzieht. | |||
== Klassifikation == | |||
In der [[Grammatik]] werden Wörter nach [[Wortart]]en (zum Beispiel [[Substantiv]], [[Adjektiv]], [[Verb]] …) unterschieden und hinsichtlich [[Satzstellung]], [[Flexion]], [[Intonation (Phonetik)|Tonalität]] (in Tonsprachen wie Mandarin-Chinesisch) usw. untersucht. | |||
Es gibt verschiedene Ansätze, Wörter nach Wortarten zu gliedern. Es werden syntaktische, morphologische und funktionale Kriterien verwendet. Im Wesentlichen geht die heutige Klassifikation schon auf die Antike ([[Dionysios Thrax]]) zurück. | |||
== Aufbau == | |||
Wörter bestehen aus Morphemen, das sind die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten im Sprachsystem, in flektierenden Sprachen aus Stamm- und Flexionsmorphem (Haus+es). In einer isolierenden Sprache wie im klassischen Chinesisch oder Vietnamesischen hingegen gibt es keine [[Flexion]]. | |||
== Arten von Wörtern == | |||
=== Geschriebene Wörter === | |||
[[Schrift|Geschriebene]] Wörter werden mit [[Buchstabe]]n, [[Schriftzeichen]] oder [[Symbol]]en dargestellt und in vielen Sprachen durch [[Leerzeichen]] vor dem Wort oder [[Satzzeichen]] voneinander abgetrennt. Im klassischen Chinesischen entspricht jedem Zeichen ein Wort, ein Morphem und eine Silbe. | |||
=== Gesprochene Wörter === | |||
[[Sprache|Gesprochene]] Wörter bestehen aus [[Silbe]]n, die wiederum aus einem oder mehreren [[Phonem]]en (Lauten) bestehen. In manchen Sprachen kommen bedeutungsunterscheidende Töne hinzu (Mandarin-Chinesisch, Hausa, Vietnamesisch), sie werden [[Tonsprachen]] genannt (vgl. auch die Intonation deutscher Interjektionen wie „hm“). In [[Akzentsprache]]n wie dem Deutschen hat jedes Wort eine Hauptakzentstelle. In der gesprochenen Sprache liegt potenziell vor und hinter dem Wort eine kurze [[Pause]]. | |||
== Wortschatz == | |||
Ein großer Teil des deutschen [[Wortschatz]]es besteht aus Wörtern, die anderen Sprachen entstammen, so genannten [[Fremdwort|Fremd-]] und [[Lehnwort|Lehnwörtern]]. Der Anteil der Entlehnungen am Wortschatz ist in verschiedenen Sprachen unterschiedlich hoch. So wurden im Englischen unter rund 80.000 Wörtern fast 75 % nichtgermanischen Ursprungs gezählt.<ref>Wolfgang Viereck, Heinrich Ramisch, Karin Viereck: ''dtv-Atlas Englische Sprache''. dtv, München 2002, ISBN 3-423-03239-1, S. 74.</ref> In einem deutschen etymologischen Wörterbuch wurden unter knapp 17.000 Wörtern über 30 % Entlehnungen ermittelt.<ref>Helle Körner: ''Zur Entwicklung des deutschen (Lehn-)Wortschatzes.'' In: ''Glottometrics.'' 7, 2004, S. 25–49. Tabelle S. 29 (PDF [https://www.ram-verlag.eu/wp-content/uploads/2018/08/g7zeit.pdf#page=28 Volltext]).</ref> | |||
Mit den 207 [[Worthäufigkeit|häufigsten Wörtern]] im Wortschatz eines deutschen Muttersprachlers lassen sich bereits 50 % eines fast beliebigen Textes darstellen.<ref>Werner König: ''dtv-Atlas Deutsche Sprache.'' 15. Auflage. dtv, München 2005, ISBN 3-423-03025-9, S. 114f. (dtv-Band 3025)</ref> Davon sind einsilbige Wörter die häufigsten. Je länger ein Wort, desto geringer seine Häufigkeit. Diese Beobachtung kann man in nahezu allen Sprachen machen. Das zugrundeliegende Prinzip nennt sich [[Zipfsches Gesetz]] beziehungsweise [[Huffman-Kodierung]]. | |||
Das „Wort“ hat in viele deutsche Sprichwörter Eingang gefunden. ''[[Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon]]'' zählt nahezu 1000 Sprichwörter mit „Wort“ auf, sieht man von Wörtchen, Wörterbuch, Wortklauber, Wörtlein, Wortspiel und Wortstrafe ab. | |||
== Trivia == | |||
Es ist inzwischen ein Sport daraus geworden, sich in einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Wörter zu merken. Der Weltrekord für fünfzehn Minuten liegt bei 214 Wörtern. Um solche Gedächtnisleistungen zu vollbringen, greifen die [[Gedächtnissport]]ler auf verschiedene [[Mnemotechnik]]en zurück. | |||
Als längstes bekanntes [[Protein]] hat [[Titin]] nach den Regeln der [[IUPAC]] auch den längsten [[Systematischer Name|systematischen Namen]] einer chemischen Verbindung. Bei diesem generischen Namen handelt es sich um die Aneinanderreihung der [[Aminosäure]]n­namen in der richtigen Abfolge, also in der [[Primärstruktur]] des Proteins. Der systematische Name von Titin beginnt mit „Methionyl…“ und endet mit „…isoleucin“. Das Wort besteht aus 189.819 Buchstaben. | |||
Als längstes deutsches tatsächlich verwendetes Wort ohne Bindestriche gilt „Vermögenszuordnungszuständigkeitsübertragungsverordnung“ ({{§§|vzoz_v|juris|text=VZOZÜV}}) mit 56 Buchstaben.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.sprachlog.de/2013/06/05/das-neue-laengste-wort-des-deutschen/ |titel=Das neue längste Wort des Deutschen |autor=Anatol Stefanowitsch |werk=Sprachlog |datum=2013-06-05 |zugriff=2013-06-05}}</ref> Das längste im Duden verzeichnete Wort ist hingegen „Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung“ mit 36 Buchstaben.<ref>{{Literatur |Titel=Das längste deutsche Wort – Über Versicherungen, Proteine und Gesetze {{!}} Wortkolumne {{!}} wort-suchen.de |Sammelwerk=wort-suchen.de |Datum=2016-10-31 |Online=https://www.wort-suchen.de/kolumne/laengstes-wort/1675286 |Abruf=2017-05-06}}</ref> | |||
Zu den Worten mit der größten sprachenübergreifenden Ähnlichkeit gehört ein [[Fragewort]] das im deutschen „Häh(?)“ lautet, wie die Sprachforscher Mark Dingemanse, Francisco Torreira und Nick Enfield vom [[Max-Planck-Institut für Psycholinguistik]] in Nijmegen herausfanden. Es ist ein Wort bzw. eine Äußerung, mit der man schnell kommunizieren kann, dass man seinen Gesprächspartner nicht verstanden hat. Diese Äußerungsform scheint universell zu bestehen; global lassen sich in den verschiedensten Sprachsystemen bzw. Einzelsprachen Äußerungen nicht nur in nahezu identischem [[Phonetik|Klang]] nachweisen, sondern auch mit in kommunikativer Hinsicht ähnlicher Funktion und Form. Diese Äußerungsform wird damit zu einem unverzichtbaren (basalen) Werkzeug menschlicher Kommunikation. Das erscheint bemerkenswert, da normalerweise Wörter in nicht miteinander verwandten Sprachen grundsätzlich völlig unterschiedlich klingen. | |||
Es ist eine Fragesilbe, die im englischen: „Huh?“, dem mandarin-chinesischen: „A?“, dem spanischen: „E?“, dem laotischen: „A?“ oder dem niederländischen: „He?“ ganz ähnlich lautet und vermutlich eine [[Analogie (Biologie)|Analogie]] darstellt. Die Arbeitsgruppe um Dingemanse, Torreira und Enfield untersuchte 200 Gespräche in 21 Sprachen.<ref>M. Dingemanse et al.: ''Is »Huh?« a Universal Word? Conversational infrastructure and the Convergent evolution of linguistic items.'' In: Plos one 4, e94620, (2013), M. Dingemanse et al.: ''Formats for other-initiation of repair across languages: an exercise in Pragmatic typology.'' In: Studies in language 38, (2014), S. 5–43, K.H. Kendrick: ''The intersection of turn-taking and repair: the timing of other- initiations of repair in Conversation.'' In: Frontiers in Psychology 6, 250, (2015), J.P. de Ruiter et al.: ''Projecting the end of a speaker’s turn: a Cognitive Cornerstone of Conversation.'' In: Language 82, (2006), S. 515–535</ref> Die drei Linguisten erhielten im Jahre 2015 für ihre Arbeiten zu diesem Thema den [[Ig-Nobelpreis]] im Bereich Literatur.<ref>Mark Dingemanse, Francisco Torreira und Nick J. Enfield für ihre Entdeckung, dass das Wort „Huh?“ (oder dessen Entsprechung) in jeder menschlichen Sprache zu existieren scheint – und dafür, dass sie sich nicht sicher sind, warum das so ist. www.improbable.com/ig/winners/#ig2015</ref> | |||
== Religion == | |||
=== Judentum === | |||
Das hebräische רבד ''(davar)'' kommt 2.570-mal in der [[Altes Testament|hebräischen Bibel]] vor und wird hauptsächlich mit '''Wort''' übersetzt, obwohl es noch mehr und stärkere Bedeutungen hat. Es kann auch übersetzt werden mit „Angelegenheit, Ankündigung, Anleitung, Anliegen, Anrede, Antwort, Begebenheit, Begebnis, Beredsamkeit, Bericht, Bescheid, Betragen, Botschaft, dafür, Ding, Drohung, Ereignis, Erfordernis, etwas, Fall, Geschichte, Geschwätz, Kraft, kreatives Sagen, Leistung, Machtwort, Nachricht, normatives Sagen, Rede, Ruf, Sache, Satz, Sinn, Sprache, Streitfall, Tat, Teil, Umstand, Verfügung, Verheissung, Vorschlag, Werbung, Wirkwort, Wortlaut oder Zweck.“ | |||
Der niederländische reformierte Theologe [[Frans Hendrik Breukelman]] beschreibt es als „das Wort, das jemand spricht, und die Sache, die jemand tut“ oder „die Einheit von Wort und Tat.“ Der deutsche evangelische Pfarrer Gerhard Jankowski spricht von „tatkräftiger und wirkungsmächtiger Rede Gottes.“<ref>Frans Hendrik Breukelman: ''Debharim: Der biblische Wirklichkeitsbegriff des Seins in der Tat.'' Band 2. Kok, Kampen 1998, ISBN 90-242-6158-9.</ref> | |||
=== Christentum === | |||
Das [[Evangelium nach Johannes]] beginnt mit einem [[Prolog (Literatur)|Prolog]] in der Form eines strophischen [[Lied]]es ({{BB|Joh|1|1–18}}) über den [[logos]], das Wort. Der bekannte erste Satz lautet: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Er zielt auf [[Jesus Christus]], das fleischgewordene Wort Gottes.<ref>Johannesevangelium, Kapitel 1, Verse 14 bis 18.</ref> | |||
=== Andere Religionen === | |||
Auch in den heiligen Schriften anderer Religionen kommt dem Wort eine herausragende Bedeutung zu.<ref>[https://www.ruhanisatsangusa.org/naam/contents.htm Zitat aus den Veden].</ref> | |||
== Dichtung == | |||
* Berühmt ist [[Gottfried Benn]]s zweistrophiges [[Gedicht]] ''Ein Wort''.<ref>[http://www.gedichte.vu/?ein_wort.html Benn: ''Ein Wort'']</ref> | |||
* [[Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon]] (5. Band) präsentiert die beachtliche Anzahl von mehr als 1000 Sprichwörtern zum Thema ''Wort'' (schließt man auch Zusammensetzungen mit Wort ein: Wörtchen, Wörterbuch, Wortklauber, Wörtlein, [[Wortspiel]], Wortstrafe): ''Er setzt die Worte wie der Baer die Käse'' usw. | |||
== Siehe auch == | |||
* [[100 Wörter des 20. Jahrhunderts]] | |||
* [[Abkürzung]] | |||
* [[Bedeutungswandel]] | |||
* [[Begriff (Philosophie)]]/[[Bezeichnung]] | |||
** [[Synonym]] – Ersatzwort (vertikal – senkrecht) | |||
** [[Homonym]] – Wort mit gleichem Klang/Mehrdeutigkeit für verschiedene Begriffe (''Schloss'' zur Verriegelung – ''Schloss'' als Gebäude) | |||
** [[Polysem]] – gleiches Wort mit verschiedenen Bedeutungen (''Schule'' als Institution, Personengruppe und Gebäude) | |||
** [[Antonym]] – Wort mit gegensätzlicher Bedeutung (''jung – alt'' oder ''hell – dunkel'') | |||
** [[Palindrom]] – Wort, das vor- und rückwärts denselben Sinn ergibt (Anna, Otto, Rentner, Radar). Es ist damit eine spezielle Form des [[Anagramm]]s | |||
** [[Hapax legomenon]] – Wort, das nur an einer einzigen Stelle in einem Text belegt ist | |||
* [[Einsilbler]] | |||
* [[Etymologie]] | |||
* [[Galgenmännchen]] | |||
* [[Gesetz der Verteilung von Wortlängen]] | |||
* [[Komposition (Grammatik)]] | |||
* [[Onomasiologie]] | |||
* [[Semasiologie]] | |||
* [[Worthülse]] | |||
* [[Wortlänge]] | |||
* [[Wortstamm]] | |||
* [[Wort des Jahres]] | |||
== Literatur == | |||
* D. Alan Cruse, Franz Hundsnurscher, Michael Job, Peter Rolf Lutzeier (Hrsg.): ''Lexikologie. Ein internationales Handbuch zur Natur und Struktur von Wörtern und Wortschätzen.'' (= ''HSK.'' Band 21). Walter de Gruyter, Berlin; Band 1: 2002, ISBN 3-11-011308-2, Band 2: 2005, ISBN 3-11-017147-3. | |||
* Anna-Maria Di Sciullo, Edwin Williams: ''On the Definition of Word.'' The MIT Press, Cambridge (MA) 1987, ISBN 978-0-262-54047-6. | |||
* Robert M. W. Dixon, Alexandra Y. Aikhenvald (Hrsg.): ''Word: A Cross-Linguistic Typology.'' Cambridge University Press, 2003, ISBN 978-0-521-81899-5. | |||
* [[George A. Miller]]: ''Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.'' Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von [[Joachim Grabowski]] und [[Christiane Fellbaum]]. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, insbesondere S. 42–48 und 171–191. | |||
* Joachim Mugdan: ''Wort.'' In: Peter O. Müller, Susan Olsen (Hrsg.): ''Wortbildung'' (= ''Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft.'' Band 2.2). Walter de Gruyter, Berlin 2022, e-ISBN 978-3-11-070899-8, S. 715–720. | |||
== Weblinks == | |||
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== Einzelnachweise == | |||
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[[Kategorie:Wort| ]] | |||
[[Kategorie:Theoretische Linguistik]] | |||
Aktuelle Version vom 15. Oktober 2026, 16:33 Uhr
wort Die Mz. von Wort ist an sich Worten oder gar Wörten und es gab vielerlei Artweisen das Wort Wort in Einzahl und Mehrzahl zu verschriften, wie es zu zu verschriften sei, ergibt sich aus dem zu vermittelnden Wort selbst, es ist ein Einzelwort ein Wort, wie ein ganzes Buch ein Wort sein kann, doch sagen wir in mehreren begrenzten Worten gefasst vergleichsweise eine Meinung, jedoch halten wir ein Wörterbuch in den Händen, wenn der Worte Vielzahl und Vielfalt nicht aufeinander folgend im Sinn einer zu vermittelnden Meinung, Aussage, eines Satz einer Frage, ... zusammenhängend sind, also zusammengenommen keinen Sinn vermitteln, insbesondere also dann diese als Wörter benennen, wenn diese geordnet aufgelistet werden.
Wichtige Seiten zum Wort "Wort"
- Über die Wortbedeutung von Wort
- Wort (Adelung)
- Wort (Grimm)
- Wort (Theoretische Informatik)
- Werk:Wundersame Sprache/Wort oder Begriff?
Wortwandel
- Wort n. ‘kleinste Sinneinheit der Rede, zusammenhängende Rede’,
- ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. wort,
- asächs. aengl. engl. word,
- mnl. woort,
- nl. woord,
- anord. orð,
- swed. ord,
- got. waúrd. (ord – gotisch germanisch für Wort?)
- —Ger. *wurða- führt
- mit apreuß. wīrds ‘Wort’
- und (ablautend)
- auf eine dh-Erweiterung uig.*u̯erdho- ‘Wort’ der —Ww. uig. *u̯er- ‘feierlich sagen, sprechen’.
- Dazu gehört wohl auch
- grie. é͞irō (εἴρω) ‘ich sage’ und
- (einer t-Erweiterung folgend)
- aind. vratám ‘Gelübde’,
- aruss. rota,
- russ. (landschaftlich) rotá (рота) ‘Eid’,
- aslaw. rotiti sę ‘sich verschwören, fluchen’,
- russ. (landschaftlich) rótit’sja (ротиться) ‘schwören’
- sowie (zu einer k-Erweiterung)
- russ.vrat’ (врать) ‘lügen, faseln’,
- vielleicht auch
- aslaw. vračь,
- russ. vrač (врач) ‘Arzt’, eigentlich ‘Beschwörer’.
- Die —Plrlbldng
- erfolgt zunächst (entsprechend der Zugehörigkeit des —Sbstntv zu den neutralen a-Stämmen) endungslos,
- vgl. ahd. thiu wort;
- doch begegnen (unter dem Einfluß der maskulinen a-Stämme) schon früh —Plrlfrmen wie
- mhd. (md.) die worte und
- (sekundär nach der Flexion der s-Stämme)
- mhd. worter (12. Jh.), wörter (um 1300).
- Die unterschiedliche —Plrlbldng führt (im 16. Jh. beginnend, im 17. Jh. von Schottel verbindlich gefordert) zu bedeutungsdifferenzierendem Gebrauch, vgl. Worte ‘zusammenhängende Rede’, Wörter ‘Vokabeln’. –
- erfolgt zunächst (entsprechend der Zugehörigkeit des —Sbstntv zu den neutralen a-Stämmen) endungslos,
Wort

Ein Wort (wahrscheinlich verwandt mit lateinisch verbum[1]) ist eine selbständige sprachliche Einheit. In der natürlichen Sprache besitzt das Wort – im Gegensatz zu einem Laut oder einer Silbe – eine eigenständige Bedeutung, womit es zu den Symbolen (Bedeutungsträgern) gehört.
Ob „Wort“ in der Sprachwissenschaft eine präzis definierbare Kategorie ist, ist umstritten. So stellte Ferdinand de Saussure den Begriff „Wort“ völlig zurück und sprach stattdessen schlicht vom „Zeichen“.[2] Mit einem Wort ist mitunter auch eine Abstraktion von der konkreten Wortform gemeint („Baum“ und „Bäume“ als Formen ein und desselben Wortes), solche Vorstellungen erfahren in der Semantik unter dem Begriff des Lexems präzisere Beschreibungen.
Das „Wort“ wird begrifflich vom Phonem, vom Morphem, dem Syntagma sowie dem Satz abgegrenzt. Allerdings kann tatsächlich auch ein einziges Wort einen Satz bilden, genauso wie ein Wort aus nur einem einzigen Morphem und dieses wiederum aus nur einem einzigen Phonem bestehen kann. Ein Beispiel ist die lateinische Form ī „geh!“ (der Imperativ zum Verb ire „gehen“).
Plural
Für „Wort“ gibt es zwei Pluralformen. Idealtypisch ist die folgende semantische Unterscheidung üblich:[3]
- Wörter bezieht sich auf einzelne oder vereinzelte Objekte.
- Worte bezieht sich auf eine Äußerung, einen Zusammenhang bildende Wörter.
Der Plural von Wort lautet dann Wörter, wenn es um das Auftreten mehrerer einzelner davon geht („Das Verzeichnis enthält 100.000 Wörter“). Von Worten spricht man hingegen bei der Verwendung von Wörtern in feststehenden Zusammenhängen (Dankesworte, Grußworte, i. W.) oder geläufigen Ausdrücken (ehrliche Worte, leere Worte, letzte Worte).[4][3]
Laut dem Deutschen Wörterbuch ist diese Unterscheidung im Mittelhochdeutschen bezeugt und hat sich im 16. Jahrhundert verstärkt durchgesetzt, wobei jedoch der Plural „Worte“ selbst in hochrangiger Literatur auch für Wörter ohne Zusammenhang benutzt wird. Der Sprachgelehrte Justus Georg Schottelius postulierte jene semantische Unterscheidung im 17. Jahrhundert.[4][3]
Wort bezeichnet als Kollektivum auch eine bedeutsame, kurze Aussage (Ein Wort der Weisheit, Machtwort), insbesondere wenn sie eine feste Form bilden, in die Einschübe nicht möglich sind (etwa in Sprichwort). Diese bestehen ihrerseits aus mehreren grammatikalischen Wörtern. Der Plural Worte ist hierbei erforderlich. Wörter der Weisheit ist somit ein Oxymoron.
Des Weiteren bezeichnet das Wort als Singularetantum – von dem hierbei kein Plural gebildet werden kann – eine Lehre (z. B. das Wort Gottes) oder ein Versprechen (z. B. sein Wort brechen).
Entstehung
Wörter gehören zu den ältesten abstrahierenden symbolischen Formen der Menschheit. Ob nicht z. B. Bilder älter sind, ist eine empirisch schwer beantwortbare Frage (vgl. Urgesellschaft). Voraus gingen ihnen jedenfalls erfahrungsbewährte Wiederholungen konkreter Handlungen. Ob sich bestimmte Urwörter durch Methoden der Vergleichenden Sprachwissenschaft aufweisen lassen, ist zweifelhaft (da bereits die Rekonstruktion von Makrofamilien strittig ist).
Charakterisierung
Je nach Blickwinkel sind verschiedene Kriterien möglich, um Wörter zu identifizieren, die je nach theoretischem Hintergrund und Erkenntnisinteresse miteinander kombiniert oder ergänzt werden.[5] Unter dem Ausdruck „Wort“ kann phonetisch-phonologisch, graphematisch, morphologisch, syntaktisch oder lexikalisch-semantisch je Verschiedenes verstanden werden:[6]
Übersicht
- Phonologisches Kriterium (Wortgestalt)
- phonologisches,[7] phonem(at)isches Wort
- Wörter sind Phonemketten (Lautfolgen), die durch Grenzsignale wie zum Beispiel Pausen theoretisch isolierbar sind[8] bzw. bestimmten Regeln der Silbenbildung[9] entsprechen.
- Im Deutschen gibt es innerhalb jedes Wortes genau eine Hauptakzentsilbe. In anderen Sprachen, wie beispielsweise dem Französischen, werden die Wörter beim Sprechen stark aneinander gebunden und miteinander verschmolzen. Das führt dazu, dass eine vom Schriftbild ausgehende Definition stark von einer lautorientierten Definition abweichen kann. Nach dem phonetischen Kriterium zählen auch Interjektionen wie äh usw. zu den Wörtern.
- Orthografisches Kriterium (Wortgestalt)
- grafisches,[10] graphem(at)isches Wort
- Ein Wort ist eine Graphemkette (Buchstabengruppe) zwischen zwei Trennzeichen, meistens Leerzeichen.
- Dieser Begriff bezieht sich auf Schriften mit Trennzeichen.
- Morphologisches Kriterium (Wortform)
- morphologisches,[7] morphem(at)isches Wort
- Ein Wort ist eine möglichst kleine sprachliche Einheit, die eine Bedeutung trägt und frei vorkommen kann.
- In dieser Definition entspricht Wort etwa einem freien Morphem, das aber durch Derivationsmorpheme erweitert sein kann (Bsp.: Herr, herrlich, verherrlichen). Ein so definiertes Wort kann mit Flexionsmorphemen versehen werden, wodurch man die Wortformen dieses Wortes erhält (zum Beispiel Frau, Frauen; laut, lauter; mache, machst, macht).
- Syntaktisches Kriterium
- syntaktisches Wort[10]
- Syntaktische Wörter können definiert werden als „kleinste verschiebbare und ersetzbare Einheiten des Satzes.“[11] oder Atome, mit denen man grammatische Sätze beschreiben kann.[12] Dieser Begriff bezeichnet demnach die syntagmatische Eigenschaft, als atomare Einheit zu dienen, auf die Satzbauregeln sich beziehen können; der Begriff muss dann also auch nicht mit dem Wortbegriff der Morphologie, z. B. dem flektierten Wort (einer „Wortform“) zusammenfallen. Syntaktische Wörter können eine eindeutige Wortform haben (Beispiel: fliegen. fliege. fliegst …), dies ist aber nicht zwingend so (Beispiel: die/der/den/den Fliegen).[13]
- Andere Autoren unterscheiden jedoch nicht zwischen Wortform und syntaktischem Wort, sondern bezeichnen als syntaktisches Wort „jede spezifische grammatische Ausprägung eines Wortes“,[14] präziser: eines „Lexems“.[15] Die Einbeziehung semantischer Gesichtspunkte lässt – teilweise – das syntaktische Wort wie folgt charakterisieren: „Es ist ein Lexem, das so weit mit Merkmalen ausgerüstet ist, dass man damit syntaktische Ausdrücke – Phrasen und Sätze – bauen kann.“[16]
- Probleme für einen rein syntaktischen Wortbegriff werfen zum Beispiel die trennbaren Verben im Deutschen auf, deren Bestandteile sich zwar voneinander trennen lassen (aufessen, er isst auf), aber trotzdem als Ganzes ersetzbar sind.
- Semantisches Kriterium (Wortparadigma)
- lexikalisches Wort,[17] Lexem[17]
- In semantischer Hinsicht sind Wörter kleinste, relativ selbstständige Träger von Bedeutung, die im Lexikon angeführt sind.
- Die Bedeutung von Wörtern wird aber von ihrem Äußerungskontext mitbestimmt und ist deshalb nicht ohne weitere Untersuchungen fassbar. Einigen Wörtern lässt sich keine lexikalische Bedeutung zuordnen, allenfalls eine grammatische (Funktionswörter).
- Beispielsweise sind die Ausdrücke fliegt, flog, fliegend und geflogen vier Wortformen eines Lexems.[18]
Diskussion der Abgrenzungsversuche
Abgrenzung nach Leerstellen
Orthographische Abgrenzungskriterien werden vielfach abgelehnt. Dies geschieht aus innersprachlichen und aus sprachvergleichenden Gründen:
- Für die Ablehnung eines orthographischen Abgrenzungskriteriums spricht, dass die Getrenntschreibung teilweise fakultativ ist. Beispiel: auf Grund oder aufgrund.[19]
- Trennbare Wörter sollten als ein Wort aufgefasst werden können.[20] Beispiel: anrufen – (ich) rufe an.
- Nach der alten Rechtschreibung schrieb man spazierengehen, nunmehr spazieren gehen. Man kann nach der neuen Rechtschreibung sowohl spazierengehende Menschen als auch spazieren gehende Menschen schreiben. Spazierengehen und spazieren gehen erscheinen als ein Wort.[21]
- Es ist unklar, wie Bindestrich- und Apostrophschreibungen gezählt werden sollen.[22]
- Der Sprachvergleich zeigt zudem, dass Wortgrenzen konventionell sind. So steht der türkische Ausdruck alabileceğim für ich werde kaufen können.[23]
- Auch ist nicht überzeugend, dass zum Beispiel Waschmaschine ein Wort, der englische Ausdruck washing machine als aus zwei Wörtern bestehend angesehen wird.[24]
- Es sind auch nicht alle Sprachen verschriftlicht[25] und nicht alle schriftlichen Sprachen arbeiten mit Buchstaben.[26]
- Einige Sprachen oder Schriftsysteme kennen keine Leerstellen zwischen Wörtern, wie etwa Thai oder Chinesisch.
Für den Sprachwissenschaftler Johannes Volmert (* 1940) ist die orthographische Wortdefinition „tautologisch, denn in die Schreibkonventionen ist das Vorverständnis dessen, was ein Wort ist und wo seine Grenzen sind, schon eingegangen“.[27]
Abgrenzung nach Sprechpausen
Das Wort als lautliche Einheit (phonologisches Wort) wird zwar weniger als das Wort als grafische Einheit (orthographisches Wort) kritisiert,[28] erscheint aber letztlich entsprechend kritisierbar: die Definition erscheint zirkulär, weil die Einheit des Wortes nicht durch Pausen, sondern (etwaige) Pausen durch die Einheit des Wortes bedingt sind.
- Pausen kann man auch zwischen Silben setzen, ohne dass diese dadurch zu Wörtern würden. Beispiel: wi-ki-pe-di-a bleibt ein Wort, auch wenn man zwischen jeder Silbe eine Pause setzt.
- Man macht normalerweise in den meisten Sprachen beim realen Sprechen keine Pause zwischen allen Wörtern.[29]
- Insbesondere bei polysynthetischen Sprachen kann das Erkennen von Pausen zwischen Wörtern extrem schwierig sein, so dass man besser andere Kriterien wie die Betonung heranzieht.
Klassifikation
In der Grammatik werden Wörter nach Wortarten (zum Beispiel Substantiv, Adjektiv, Verb …) unterschieden und hinsichtlich Satzstellung, Flexion, Tonalität (in Tonsprachen wie Mandarin-Chinesisch) usw. untersucht.
Es gibt verschiedene Ansätze, Wörter nach Wortarten zu gliedern. Es werden syntaktische, morphologische und funktionale Kriterien verwendet. Im Wesentlichen geht die heutige Klassifikation schon auf die Antike (Dionysios Thrax) zurück.
Aufbau
Wörter bestehen aus Morphemen, das sind die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten im Sprachsystem, in flektierenden Sprachen aus Stamm- und Flexionsmorphem (Haus+es). In einer isolierenden Sprache wie im klassischen Chinesisch oder Vietnamesischen hingegen gibt es keine Flexion.
Arten von Wörtern
Geschriebene Wörter
Geschriebene Wörter werden mit Buchstaben, Schriftzeichen oder Symbolen dargestellt und in vielen Sprachen durch Leerzeichen vor dem Wort oder Satzzeichen voneinander abgetrennt. Im klassischen Chinesischen entspricht jedem Zeichen ein Wort, ein Morphem und eine Silbe.
Gesprochene Wörter
Gesprochene Wörter bestehen aus Silben, die wiederum aus einem oder mehreren Phonemen (Lauten) bestehen. In manchen Sprachen kommen bedeutungsunterscheidende Töne hinzu (Mandarin-Chinesisch, Hausa, Vietnamesisch), sie werden Tonsprachen genannt (vgl. auch die Intonation deutscher Interjektionen wie „hm“). In Akzentsprachen wie dem Deutschen hat jedes Wort eine Hauptakzentstelle. In der gesprochenen Sprache liegt potenziell vor und hinter dem Wort eine kurze Pause.
Wortschatz
Ein großer Teil des deutschen Wortschatzes besteht aus Wörtern, die anderen Sprachen entstammen, so genannten Fremd- und Lehnwörtern. Der Anteil der Entlehnungen am Wortschatz ist in verschiedenen Sprachen unterschiedlich hoch. So wurden im Englischen unter rund 80.000 Wörtern fast 75 % nichtgermanischen Ursprungs gezählt.[30] In einem deutschen etymologischen Wörterbuch wurden unter knapp 17.000 Wörtern über 30 % Entlehnungen ermittelt.[31]
Mit den 207 häufigsten Wörtern im Wortschatz eines deutschen Muttersprachlers lassen sich bereits 50 % eines fast beliebigen Textes darstellen.[32] Davon sind einsilbige Wörter die häufigsten. Je länger ein Wort, desto geringer seine Häufigkeit. Diese Beobachtung kann man in nahezu allen Sprachen machen. Das zugrundeliegende Prinzip nennt sich Zipfsches Gesetz beziehungsweise Huffman-Kodierung.
Das „Wort“ hat in viele deutsche Sprichwörter Eingang gefunden. Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon zählt nahezu 1000 Sprichwörter mit „Wort“ auf, sieht man von Wörtchen, Wörterbuch, Wortklauber, Wörtlein, Wortspiel und Wortstrafe ab.
Trivia
Es ist inzwischen ein Sport daraus geworden, sich in einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Wörter zu merken. Der Weltrekord für fünfzehn Minuten liegt bei 214 Wörtern. Um solche Gedächtnisleistungen zu vollbringen, greifen die Gedächtnissportler auf verschiedene Mnemotechniken zurück.
Als längstes bekanntes Protein hat Titin nach den Regeln der IUPAC auch den längsten systematischen Namen einer chemischen Verbindung. Bei diesem generischen Namen handelt es sich um die Aneinanderreihung der Aminosäurennamen in der richtigen Abfolge, also in der Primärstruktur des Proteins. Der systematische Name von Titin beginnt mit „Methionyl…“ und endet mit „…isoleucin“. Das Wort besteht aus 189.819 Buchstaben.
Als längstes deutsches tatsächlich verwendetes Wort ohne Bindestriche gilt „Vermögenszuordnungszuständigkeitsübertragungsverordnung“ (VZOZÜV) mit 56 Buchstaben.[33] Das längste im Duden verzeichnete Wort ist hingegen „Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung“ mit 36 Buchstaben.[34]
Zu den Worten mit der größten sprachenübergreifenden Ähnlichkeit gehört ein Fragewort das im deutschen „Häh(?)“ lautet, wie die Sprachforscher Mark Dingemanse, Francisco Torreira und Nick Enfield vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen herausfanden. Es ist ein Wort bzw. eine Äußerung, mit der man schnell kommunizieren kann, dass man seinen Gesprächspartner nicht verstanden hat. Diese Äußerungsform scheint universell zu bestehen; global lassen sich in den verschiedensten Sprachsystemen bzw. Einzelsprachen Äußerungen nicht nur in nahezu identischem Klang nachweisen, sondern auch mit in kommunikativer Hinsicht ähnlicher Funktion und Form. Diese Äußerungsform wird damit zu einem unverzichtbaren (basalen) Werkzeug menschlicher Kommunikation. Das erscheint bemerkenswert, da normalerweise Wörter in nicht miteinander verwandten Sprachen grundsätzlich völlig unterschiedlich klingen. Es ist eine Fragesilbe, die im englischen: „Huh?“, dem mandarin-chinesischen: „A?“, dem spanischen: „E?“, dem laotischen: „A?“ oder dem niederländischen: „He?“ ganz ähnlich lautet und vermutlich eine Analogie darstellt. Die Arbeitsgruppe um Dingemanse, Torreira und Enfield untersuchte 200 Gespräche in 21 Sprachen.[35] Die drei Linguisten erhielten im Jahre 2015 für ihre Arbeiten zu diesem Thema den Ig-Nobelpreis im Bereich Literatur.[36]
Religion
Judentum
Das hebräische רבד (davar) kommt 2.570-mal in der hebräischen Bibel vor und wird hauptsächlich mit Wort übersetzt, obwohl es noch mehr und stärkere Bedeutungen hat. Es kann auch übersetzt werden mit „Angelegenheit, Ankündigung, Anleitung, Anliegen, Anrede, Antwort, Begebenheit, Begebnis, Beredsamkeit, Bericht, Bescheid, Betragen, Botschaft, dafür, Ding, Drohung, Ereignis, Erfordernis, etwas, Fall, Geschichte, Geschwätz, Kraft, kreatives Sagen, Leistung, Machtwort, Nachricht, normatives Sagen, Rede, Ruf, Sache, Satz, Sinn, Sprache, Streitfall, Tat, Teil, Umstand, Verfügung, Verheissung, Vorschlag, Werbung, Wirkwort, Wortlaut oder Zweck.“
Der niederländische reformierte Theologe Frans Hendrik Breukelman beschreibt es als „das Wort, das jemand spricht, und die Sache, die jemand tut“ oder „die Einheit von Wort und Tat.“ Der deutsche evangelische Pfarrer Gerhard Jankowski spricht von „tatkräftiger und wirkungsmächtiger Rede Gottes.“[37]
Christentum
Das Evangelium nach Johannes beginnt mit einem Prolog in der Form eines strophischen Liedes ( 1,1–18 EU ) über den logos, das Wort. Der bekannte erste Satz lautet: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Er zielt auf Jesus Christus, das fleischgewordene Wort Gottes.[38]
Andere Religionen
Auch in den heiligen Schriften anderer Religionen kommt dem Wort eine herausragende Bedeutung zu.[39]
Dichtung
- Berühmt ist Gottfried Benns zweistrophiges Gedicht Ein Wort.[40]
- Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon (5. Band) präsentiert die beachtliche Anzahl von mehr als 1000 Sprichwörtern zum Thema Wort (schließt man auch Zusammensetzungen mit Wort ein: Wörtchen, Wörterbuch, Wortklauber, Wörtlein, Wortspiel, Wortstrafe): Er setzt die Worte wie der Baer die Käse usw.
Siehe auch
- 100 Wörter des 20. Jahrhunderts
- Abkürzung
- Bedeutungswandel
- Begriff (Philosophie)/Bezeichnung
- Synonym – Ersatzwort (vertikal – senkrecht)
- Homonym – Wort mit gleichem Klang/Mehrdeutigkeit für verschiedene Begriffe (Schloss zur Verriegelung – Schloss als Gebäude)
- Polysem – gleiches Wort mit verschiedenen Bedeutungen (Schule als Institution, Personengruppe und Gebäude)
- Antonym – Wort mit gegensätzlicher Bedeutung (jung – alt oder hell – dunkel)
- Palindrom – Wort, das vor- und rückwärts denselben Sinn ergibt (Anna, Otto, Rentner, Radar). Es ist damit eine spezielle Form des Anagramms
- Hapax legomenon – Wort, das nur an einer einzigen Stelle in einem Text belegt ist
- Einsilbler
- Etymologie
- Galgenmännchen
- Gesetz der Verteilung von Wortlängen
- Komposition (Grammatik)
- Onomasiologie
- Semasiologie
- Worthülse
- Wortlänge
- Wortstamm
- Wort des Jahres
Literatur
- D. Alan Cruse, Franz Hundsnurscher, Michael Job, Peter Rolf Lutzeier (Hrsg.): Lexikologie. Ein internationales Handbuch zur Natur und Struktur von Wörtern und Wortschätzen. (= HSK. Band 21). Walter de Gruyter, Berlin; Band 1: 2002, ISBN 3-11-011308-2, Band 2: 2005, ISBN 3-11-017147-3.
- Anna-Maria Di Sciullo, Edwin Williams: On the Definition of Word. The MIT Press, Cambridge (MA) 1987, ISBN 978-0-262-54047-6.
- Robert M. W. Dixon, Alexandra Y. Aikhenvald (Hrsg.): Word: A Cross-Linguistic Typology. Cambridge University Press, 2003, ISBN 978-0-521-81899-5.
- George A. Miller: Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik. Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von Joachim Grabowski und Christiane Fellbaum. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, insbesondere S. 42–48 und 171–191.
- Joachim Mugdan: Wort. In: Peter O. Müller, Susan Olsen (Hrsg.): Wortbildung (= Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft. Band 2.2). Walter de Gruyter, Berlin 2022, e-ISBN 978-3-11-070899-8, S. 715–720.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 868.
- ↑ de Sivers: Wort. In: André Martinet (Hrsg.): Linguistik. 1973, S. 185 (186).
- ↑ a b c Plural von Wort (mit Zitat aus Grimms Deutschem Wörterbuch)
- ↑ a b DWDS-Eintrag zu „Wort“ (mit Zitat aus Wolfgang Pfeifers Etymologischem Wörterbuch des Deutschen)
- ↑ Dieter Herberg: Theoretische Probleme der deutschene Orthographie. Hrsg.: Nerius, Dieter/Scharnhorst, Jürgen. Sprache und Gesellschaft 16. Akademie-Verlag, Berlin 1980, Wortbegriff und Orthographie, S. 140–161.
- ↑ Peter Ernst: Germanistische Sprachwissenschaft. WUV, Wien 2008, S. 103. (UTB; 2541)
- ↑ a b Jörg Meibauer: Einführung in die germanistische Linguistik. 2. Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2007, ISBN 978-3-476-02141-0, S. 17.
- ↑ Bußmann, Hadumod (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart 2008. Wort Abschnitt (a)
- ↑ George A. Miller: Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik. 1996, S. 123.
- ↑ a b Katja Kessel, Sandra Reimann: Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache. Francke, Tübingen u. a. 2005, ISBN 3-8252-2704-9, S. 61.
- ↑ Wort. In: Hadumod Bußmann (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0.
- ↑ George A. Miller: Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik. 1996, S. 123.
- ↑ Nach: Angelika Linke, Markus Nussbaumer, Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. 5. Auflage. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 65.
- ↑ So – zirkulär – Angelika Linke, Markus Nussbaumer, Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. 5. Auflage. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, ISBN 3-484-31121-5, S. 63.
- ↑ Patrick Brandt, Rolf-Albert Dietrich, Georg Schön: Sprachwissenschaft. 2. Auflage. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2006, ISBN 3-412-00606-8, S. 140.
- ↑ Angelika Linke, Markus Nussbaumer, Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. 5. Auflage. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, S. 65.
- ↑ a b Duden, Die Grammatik. 7. Auflage. 2005, ISBN 3-411-04047-5, Rn. 197
- ↑ Nach Piroska Kocsány: Grundkurs Linguistik: ein Arbeitsbuch für Anfänger. Fink, Paderborn 2010, ISBN 978-3-8252-8434-3, S. 82.
- ↑ Duden online, https://www.duden.de/zitieren/10241164/1.1
- ↑ Jörg Meibauer: Einführung in die germanistische Linguistik. 2. Auflage. 2007, S. 17; Anke Lüdeling: Grundkurs Sprachwissenschaft. Klett Lerntechnik, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-12-939004-7, S. 80.
- ↑ Christa Dürscheid: Syntax. Grundlagen und Theorien. 5. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8385-3319-3, S. 20. (UTB, 3319)
- ↑ Christoph Gabriel, Trudel Meisenberg: Romanische Sprachwissenschaft. Fink, Paderborn 2007, ISBN 978-3-7705-4325-0, S. 135.
- ↑ Hans Reichenbach: Gesammelte Werke. Band 6: Grundzüge der symbolischen Logik. Vieweg, Braunschweig 1999, ISBN 3-528-08366-2, S. 5.
- ↑ Christoph Gabriel, Trudel Meisenberg: Romanische Sprachwissenschaft. 2007, S. 135.
- ↑ Christoph Gabriel, Trudel Meisenberg: Romanische Sprachwissenschaft. 2007, S. 136.
- ↑ Meibauer: Einführung in die germanistische Linguistik. 2. Auflage. 2007, S. 17.
- ↑ Volmert: Sprache und Sprechen: Grundbegriffe und sprachwissenschaftliche Konzepte. In: Johannes Volmert (Hrsg.): Grundkurs Sprachwissenschaft. 5. Auflage. UTB, ISBN 3-8252-1879-1, 2005, S. 22 f.; entsprechend Michael Bogdal: BA-Studium Germanistik: ein Lehrbuch. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2008, ISBN 978-3-499-55682-1, S. 36: zirkulär. weil vom Vorverständnis abhängend
- ↑ Kritisch gegenüber einer phonologischen Abgrenzung Christoph Gabriel, Trudel Meisenberg: Romanische Sprachwissenschaft. 2007, S. 136; Anke Lüdeling: Grundkurs Sprachwissenschaft. Klett Lerntechnik, Stuttgart 2009, S. 80.
- ↑ Anke Lüdeling: Grundkurs Sprachwissenschaft. Klett Lerntechnik, Stuttgart 2009, S. 80.
- ↑ Wolfgang Viereck, Heinrich Ramisch, Karin Viereck: dtv-Atlas Englische Sprache. dtv, München 2002, ISBN 3-423-03239-1, S. 74.
- ↑ Helle Körner: Zur Entwicklung des deutschen (Lehn-)Wortschatzes. In: Glottometrics. 7, 2004, S. 25–49. Tabelle S. 29 (PDF Volltext).
- ↑ Werner König: dtv-Atlas Deutsche Sprache. 15. Auflage. dtv, München 2005, ISBN 3-423-03025-9, S. 114f. (dtv-Band 3025)
- ↑ Anatol Stefanowitsch: Das neue längste Wort des Deutschen. In: Sprachlog. 5. Juni 2013, abgerufen am 5. Juni 2013.
- ↑ Das längste deutsche Wort – Über Versicherungen, Proteine und Gesetze | Wortkolumne | wort-suchen.de. In: wort-suchen.de. 31. Oktober 2016 (wort-suchen.de [abgerufen am 6. Mai 2017]).
- ↑ M. Dingemanse et al.: Is »Huh?« a Universal Word? Conversational infrastructure and the Convergent evolution of linguistic items. In: Plos one 4, e94620, (2013), M. Dingemanse et al.: Formats for other-initiation of repair across languages: an exercise in Pragmatic typology. In: Studies in language 38, (2014), S. 5–43, K.H. Kendrick: The intersection of turn-taking and repair: the timing of other- initiations of repair in Conversation. In: Frontiers in Psychology 6, 250, (2015), J.P. de Ruiter et al.: Projecting the end of a speaker’s turn: a Cognitive Cornerstone of Conversation. In: Language 82, (2006), S. 515–535
- ↑ Mark Dingemanse, Francisco Torreira und Nick J. Enfield für ihre Entdeckung, dass das Wort „Huh?“ (oder dessen Entsprechung) in jeder menschlichen Sprache zu existieren scheint – und dafür, dass sie sich nicht sicher sind, warum das so ist. www.improbable.com/ig/winners/#ig2015
- ↑ Frans Hendrik Breukelman: Debharim: Der biblische Wirklichkeitsbegriff des Seins in der Tat. Band 2. Kok, Kampen 1998, ISBN 90-242-6158-9.
- ↑ Johannesevangelium, Kapitel 1, Verse 14 bis 18.
- ↑ Zitat aus den Veden.
- ↑ Benn: Ein Wort