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Philosophie

aus AufEinWort, der freien Forschung
(Weitergeleitet von Theoretische Philosophie)

Philosoph-ie f. wrtl. "Liebklar, Liebdeutlich", Anm. KF: weise sein, Weisheit ist nur eine geringere Bedeutung in Philosophie da agr. sophós egtl. klug, geschickt, listig, fähig und erweitert 'intelligent, weise, umsichtig' bedeutet.

  • Wissenschaft von den allgemeinen Entwicklungsgesetzen der Natur, der Gesellschaft und des Denkens und von der Stellung des Menschen in der Welt, Weltanschauung,

Philosophie

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Raffaels Schule von Athen mit den idealisierten Darstellungen der Gründerväter der abendländischen Philosophie. Obwohl seit Platon vor allem eine Sache der schriftlichen Abhandlung, ist das angeregte Gespräch bis heute ein wichtiger Bestandteil des philosophischen Lebens.

In der Philosophie (altgriechisch φιλοσοφία philosophía, latinisiert philosophia, wörtlich „Liebe zur Weisheit“), älter Weltweisheit, wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten und zu verstehen.

Von anderen Wissenschaftsdisziplinen unterscheidet sich die Philosophie dadurch, dass sie sich oft nicht auf ein spezielles Gebiet oder eine bestimmte Methodologie begrenzt, sondern durch die Art ihrer Fragestellungen und ihre besondere Herangehensweise an ihre vielfältigen Gegenstandsbereiche charakterisiert ist.

In diesem Artikel geht es um die westliche (auch: abendländische) Philosophie, die im 6. Jahrhundert v. Chr. im antiken Griechenland entstand. Nicht behandelt werden hier die mit der abendländischen Philosophie in einem mannigfaltigen Zusammenhang stehenden Traditionen der jüdischen und der islamischen Philosophie sowie die ursprünglich von ihr unabhängigen Traditionen der afrikanischen und der östlichen Philosophie.

In der antiken Philosophie entfaltete sich das systematische und wissenschaftlich orientierte Denken. Im Laufe der Jahrhunderte differenzierten sich die unterschiedlichen Methoden und Disziplinen der Welterschließung und der Wissenschaften direkt oder mittelbar aus der Philosophie, zum Teil auch in Abgrenzung zu irrationalen oder religiösen Weltbildern oder Mythen.

Kerngebiete der Philosophie sind die Logik (als die Wissenschaft des folgerichtigen Denkens), die Ethik (als die Wissenschaft des rechten Handelns) und die Metaphysik (als die Wissenschaft der ersten Gründe des Seins und der Wirklichkeit). Weitere Grunddisziplinen sind die Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorie, die sich mit den Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns im Allgemeinen bzw. speziell mit den Erkenntnisweisen der unterschiedlichen Einzelwissenschaften beschäftigen.

Hinweise

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Wikipediaartikel Aufgegliedert in Unterseiten:

Einführung

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Begriffsgeschichte

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Wissenschaftsgeschichte

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Disziplinen

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Philosophiegeschichte aus westlicher Perspektive

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Lehr- und Forschungsbetrieb

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Siehe auch

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Portal: Philosophie – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Philosophie

Literatur

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Wiktionary: Philosophie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Philosophy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Philosophie – Quellen und Volltexte
Wikiversity: Philosophie – Kursmaterialien
Wikibooks: Regal: Philosophie – Lern- und Lehrmaterialien
→ Hilfsmittel zur Geschichte der Philosophie siehe dort.
→ Liste der Philosophiezeitschriften

Einzelnachweise

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  1. ↑ Platon, 'Politeia' 514a-520d (das eigentliche Ziel der Beweisführung Platons – die den Philosophen in der Polis zukommende und aufgetragene politische Führungsrolle – kann hier ausgeklammert werden).
  2. ↑ Carl Friedrich von Weizsäcker: Die Einheit der Natur (1971).
  3. ↑ Das US-Militär sprach z. B. in einem internen Papier über die Behandlung von Kriegsgefangenen von einer „Confinement Philosophy“ und meinte damit allgemeine Verhaltensregeln wie das Verbot von Schikanen. Siehe Standard Operating Procedure, Camp Bucca, Irak vom 27. März 2004.
  4. ↑ Artikel „Philosophie“. In: Georg Klaus, Manfred Buhr (Hrsg.): Marxistisch-leninistisches Wörterbuch der Philosophie, ungekürzte Ausgabe; Titel der Originalausgabe: Philosophisches Wörterbuch, Leipzig 1964. Rowohlt Verlag 1972.
  5. ↑ H. Plessner, Einleitung zum Fischer-Lexikon Philosophie. (Fischer) Frankfurt am Main 1958: S. 10.
  6. ↑ Ebenfalls H. Plessner, Einleitung zum Fischer-Lexikon Philosophie. (Fischer) Frankfurt am Main 1958: S. 10.
  7. ↑ Aus Satz 4.11 und 4.112, Seite 32 in Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus. Werkausgabe Bd. 1. Suhrkamp, Frankfurt am Main 12(1999).
  8. ↑ Fünfte Auflage. Erstauflage 1950. (Fischer Taschenbuch Verlag) Frankfurt am Main 1992. Darin Seite 19 der Einleitung.
  9. ↑ Vgl. [1].
  10. ↑ Fragment 35 DK, Online.
  11. ↑ Platon: Phaidros 278d.
  12. ↑ Reinhart Heißler: David Lewis’ Mögliche Welten (2010), S. 140.
  13. ↑ Dietrich_von_Engelhardt: Philosophie und Medizin. In: Werner_E._Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf_Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1150–1152.
  14. ↑ Masha_Gessen: Die Zukunft ist Geschichte (German Edition) (S. 69), Suhrkamp Verlag. Kindle-Version. ISBN 978-3-518-42842-9.
  15. ↑ So Christoph von Sigwart zur philosophischen Systematik, Ders.: Logik. Freiburg 1873–1878, Band II.2, S. 695.
  16. ↑ Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft, II. (Transzendentale Methodenlehre) - 2. Hauptstück (Kanon der reinen Vernunft) - 2. Abschnitt (Von dem Ideal des höchsten Guts, als einem Bestimmungsgrunde des letzten Zwecks der Vernunft): B. 883 der 2. Auflage (1787), in der Akademie-Ausgabe S. 522, (De Gruyter) Berlin 1968. Hierin werden die folgenden drei Fragen als „Interessen der Vernunft“ vereinigt. In der Einleitung zu seiner Logik (1800) ergänzte Kant allerdings erst die vierte der folgenden Fragen und bemerkt: «Im Grunde könnte man aber alles dieses zur Anthropologie rechnen, weil sich die drei ersten Fragen auf die letzte beziehen». Sie beziehen sich auf das Dasein des Menschen, d. h. auf das ist in der Frage. Siehe S. 448 in der Werkausgabe Bd. 5 (Hrsg. W. Weischedel). Wiss. Buchges., Darmstadt 1983.
  17. ↑ Martin Heidegger, Einführung in die Metaphysik (1935)
  18. ↑ Jürgen Habermas: Erkenntnis und Interesse. In: Technik und Wissenschaft als »Ideologie«. Suhrkamp, Frankfurt, Edition 287, 41970 (11968), [1965 Merkur] S. 146–169.
  19. ↑ Gottfried Wilhelm Leibniz: In der Vernunft begründete Prinzipien der Natur und der Gnade. In: Ders.: Kleine Schriften zur Metaphysik. Hrsg. u. übers. von Hans Heinz Holz. Darmstadt 1985, § 7
  20. ↑ Martin Heidegger: Was ist Metaphysik? [1929]. In: Ders.: Wegmarken. Frankfurt a. M. 2004, S. 103–121 (hier S. 121)
  21. ↑ Zur Übersicht über die Fragestellungen der Sprachphilosophie vgl. Albert Newen / Markus A. Schrenk: Einführung in die Sprachphilosophie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-15459-3, S. 11 f. und Johannes Hübner: Einführung in die theoretische Philosophie, Stuttgart/Weimar 2015, S. 90 f.
  22. ↑ Zur Übersicht über die Fragestellungen der Philosophie des Geistes vgl. Ansgar_Beckermann: Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes, Walter de Gruyter, Berlin / New York 3. Aufl. 2008, ISBN 978-3-11-020424-7, S. 1–4.
  23. ↑ Alfred N. Whitehead, Prozess und Realität (1929), S. 91.
  24. ↑ Protagoras wird wie folgt von Platon im Theaitetos 152a zitiert: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge. Derjenigen, die sind, so wie sie sind. Derjenigen, die nicht sind, so wie sie nicht sind.“
  25. ↑ René Descartes: Discours de la méthode (1637) bzw. Meditationes de prima philosophia (1641).
  26. ↑ Marion Hartig: www.spiegel.de

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