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„GDSG/Einwanderung“ – Versionsunterschied

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Aktuelle Version vom 8. Dezember 2025, 16:55 Uhr

  1. ↑ extremi hominum Morini. Virg. Aen. 8, 727; ut Menapios et Morinos et extrema Galliarum quateret. Tac. hist. 4, 28; ultimi gallicarum gentium Morini. P. Mela
  2. ↑ vgl. Plutarchs Camillus 15, 16.
  3. ↑ und es gab eine Zeit zuvor, in der die Gallier die Germanen mit Gewalt besiegten, Kriege gegeneinander führten und wegen der Menschenmenge und des Mangels an Land Kolonien über den Rhein schickten. und daher die fruchtbarsten Teile Deutschlands, der Wald um Hercynia... Die Volcai nahmen die Tektosagen in Besitz und ließen sich dort nieder, eine Nation, die sich zu dieser Zeit an diese Sitze hält und die höchste Meinung von Gerechtigkeit und kriegerischem Lob hat, und jetzt in der gleichen Geduld wie die Germanen, mit der gleichen Ernährung und dem Körperkult. Aber die Nähe der Provinz zu den Gallier und die Kenntnis überseeischer Angelegenheiten verschaffen ihnen viel Überfluss und Nutzen. Nachdem sie sich nach und nach daran gewöhnt haben, in vielen Schlachten besiegt und besiegt zu werden, können sie sich nicht einmal an Stärke mit ihnen vergleichen. Diese Worte im Auge hat Tacitus Germ. 28: Julius, die höchste Autorität, berichtet, dass die Gallier einst stärker waren und es daher glaubhaft ist, dass die Gallier nach Germanien übergingen. Denn wie sehr stand der Fluss zur Verfügung, wie viel weniger, damit jede Nation Sitze erobern und austauschen konnte, die noch promiskuitiv waren und durch keine Macht der Königreiche geteilt wurden? Daher herrschten zwischen Hercynia, dem Rheinwald und dem Moen, den Flüssen der Helvetia und dem weiteren Boji, beide Nationen der Gallier. Der Name Bohemi bleibt bestehen und prägt die alte Erinnerung an den Ort, obwohl die Gläubigen gewechselt haben. aber ob die Aravisker aus dem Volk der germanischen Osis nach Pannonien einwanderten oder ob die Osis von den Araviskern nach Germanien wanderten, da sie immer noch dieselbe Sprache und etablierte Bräuche verwenden, ist ungewiss.
  4. ↑ In der Zusammensetzung Boihemum ist mindestens hemum deutsch. So wurde der deutsche Volksname Aestier zuletzt einem finnischen Stamm überwiesen.
  5. ↑ ** ὥσπερ νέφος ἐμπέσοιεν Γαλατίᾳ καὶ Ἰταλίᾳ. Plut. Marius 11, 5. mit demselben Bild heißt es in der Kaiserchronik (cod. pal. 361, 884): si sigen zuo sam diu wolchen uber Monteiôh, hei wie daz her daruber zôh!
  6. ↑ Das Litauische stammt über das Ur-Baltoslawische von der indogermanischen Grundsprache ab. Von den baltischen Sprachen lebt neben dem Litauischen nur noch die lettische Sprache. Beide Sprachen werden dem Ostbaltischen zugeordnet. Die Trennung des Lettischen und Litauischen voneinander wird für das frühe Mittelalter (7./8. Jahrhundert) datiert. Von der verwandten ausgestorbenen altpreußischen Sprache, die als westbaltische Sprache gilt, gibt es noch einige Schriftdenkmäler. Das Litauische zeichnet sich durch viele erhaltene altertümliche grammatische Formen aus, die sich zum Teil auch im Sanskrit oder in anderen alten indogermanischen Sprachen wiederfinden. Deswegen gilt das Litauische als die (in vieler Hinsicht) konservativste lebende indogermanische Sprache. Die oberflächlichen (typologischen) Ähnlichkeiten zum Sanskrit sind hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass beide Sprachen im Vergleich zu modernen, aber auch den meisten älteren indogermanischen Sprachen die Grundstruktur einer vermuteten indogermanischen Ursprache besonders gut bewahren. Die Ankunft der Balten im heutigen Siedlungsgebiet wird in das dritte Jahrtausend vor Christus datiert. Die Untersuchung von Gewässernamen hat gezeigt, dass das baltische Siedlungsgebiet sich einst von der Weichsel bis Moskau und Kiew erstreckte – allerdings darf man von einer nur dünnen Besiedlung ausgehen. Baltische Völkerschaften wurden hier später von den expandierenden Slawen assimiliert. Die Gründung eines litauischen Staates erfolgte im Mittelalter durch Mindaugas. Über die Rolle des Litauischen in diesem Staat ist wenig bekannt. Als Schriftsprache diente eine ostslawische Sprache, das sogenannte Kanzleislawische (Ruthenisch), in Kyrillica, allerdings angereichert mit litauischem Vokabular. Später war das Litauische infolge der Vereinigung des Großfürstentums Litauen mit dem Königreich Polen(Union von Krewo) vermehrt polnischen Einflüssen ausgesetzt.
  7. ↑ Darf man statt der bei Strabo 290 neben Butonen und Mugilonen genannten Σιβινοι mutmaßen Σιρβινοι? Deuten sich Mugilonen aus sl. mogila, Hügel?
  8. ↑ Wie Dalemense, Daleminzi Dalmatae.
  9. ↑ bair. alm für alb; lapp. zhialbme, tjalmi oculus, finn. silmä. wahrscheinlich skr. sarpa, sl. tscherv, lat. serpens mit vermis für cvermis, goth. vaurms f. hvaurms, skr. krimi verwandt.
  10. ↑ noch die altböhm. mater verborum übersetzt Sarmatae durch zirbi (= sirbi.) Sträubt man sich aber wider die Gleichstellung von Serben und Sarmaten, so wird eine andere nahliegende Deutung des letzten Namens noch weniger gefallen. Den Litthauern ist sarmata dedecus, was dem böhm. sramota, poln. sromata genau entspricht, altsl. ist sramiti έντρrέπɛιν pudore afficere, und mit sram hängt unser ahd. harm, ags. hearm genau zusammen. Die litthauischen Nachbarn könnten nun in sehr früher Zeit den Slaven diesen Namen aufgehängt haben.
  11. ↑ Man würde die Slavizität der Sarmaten auch wider Willen nachgeben müssen, wenn sich ein in Lucians Toxaris 40 bewahrtes sarmatisches Wort als slavisch rechtfertigen ließe. Nehmlich ein Skythe, der den Sauromaten in die Hände fällt, ruft alsbald zirin aus (έβόα τὸν ζίριν), welches etwa unserm Gnade oder Schonung (pardon) entsprechen mag; auf solchen Ruf töten die Sauromaten den wehrlosen Feind nicht, sondern gestatten Auslösung: diese nannte Man (μετὰ) ζίριν ἢκειν, mit dem Gnaderuf gekommen sein. könnte Sigis zu zrjeti, böhm. zřjti und zjrati gehören, was videre bedeutet, aber gleich unserm schauen und warten in cavere und tueri übergeht? ziris wäre Schutz, Gnade, wie die Böhmen sagen: oči w chudeho zřie, oculi in pauperem respiciunt, ps. 10, 4, d. h. mitleidig, erbarmend.