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Werk:Verborgene Zahl – Verborgener Gott

aus AufEinWort, der freien Forschung

Mathematik und Naturwisser im Denken des Nicolaus Cusanus (I40I-I464)

SUDHOFFS ARCHIV

Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte

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Beihefte

Herausgegeben von

Klaus Bergdolt

Peter Dilg

Menso Folkerts

Gundolf Keil

Fritz Krafft

Heft 58


Franz Steiner Verlag 2009


Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.

ISBN 978-3-515-09289-0

Jede Verwertung des Werkes außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist unzulässig und strafbar.

Dies gilt insbesondere für Übersetzung, Nachdruck, Mikroverfilmung oder vergleichbare Verfahren sowie für die Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen.

Gedruckt auf säurefreiem, alterungsbeständigem Papier.

© 2009 Franz Steiner Verlag, Stuttgart

Druck: Laupp & Göbel GmbH, Nehren

Printed in Germany


Vewrzeichnis: Werk:Verborgene Zahl – Verborgener Gott/

Anmerkung:Verborgene Zahl – Verborgener Gott/362


Für Michael

(in Erinnerung)


INHALTSVERZEICHNIS
Danksagung
Siglenverzeichnis 11
1. Einleitung 15
1.1. Zielsetzung 15
1.2. Formalia 20
1.2.1. Editionen und Übersetzungen der mathematischen Schriften 20
1.2.2. Anmerkungen zur Zitierweise 20
1.2.3. Nomenklatur 21
1.2.4. Orthographie 21
1.2.5. Zur Berechnungsgrundlage 21
2. Die frühen Jahre: Komputistik, Kosmologie, Konjektur 22
2.1. Biographische Prämissen. Von der Unmöglichkeit einer ‚Vita Cusani‘ 22
2.2. ‚In die Welt‘. Nikolaus universitäre Ausbildung in Heidelberg, Padua und Köln 27
2.3. ‚Alle Zeit der Welt‘. Erste Pfründen und die Kalenderreformfrage auf dem Basler Konzil 41
2.4. Londoner Skizzen. Ein früher Beitrag zur Sehnenrechnung im Cod. Harl. 3631 48
2.5. ‚Der Lauf der Welt‘. Begegnung mit Ptolemaios 52
2.6. ‚Die Mitte der Welt‘. Eine kosmologische Skizze im Cod. Cus. 211 59
2.7. Vom Ende der Welt (und der Macht der Sterne). Die astrologischen und apokalyptischen Beiträge der frühen Jahre 67
2.8. Zusammenfassung und Ausblick 82
3. Die theologisch-philosophischen Grundlagen der cusanischen Mathematik 83
3.1. Begrenzung und Entgrenzung: De docta ignorantia. Aufbruch ins Unendliche 83
3.1.1. Die Leiter der Erkenntnis: sensus, imaginatio, ratio und intellectus 83
3.1.2. Circulus infinitus. Mittelalterliche Approximationsmathematik? 93
3.1.3. Flächen und Winkel. Spekulationen über das ‚unendliche Dreieck‘ 97
3.1.4. Drehen und Ziehen. Von der Linie zur Kugel 100
3.1.5. Paradoxien über das Universum. Die endliche Grenzenlosigkeit des Alls 104
3.1.6. Fazit. Drei Formen der Unendlichkeit in einer Einheit 105
3.2. Kunst der Mutmaßung. Erkenntnisbegriff, Zahlenlehre und Kosmologie in De coniecturis 107
3.2.1. Blick zurück im Zweifel. Die Logik der Mutmaßung 107
3.2.2. Paradigmenwechsel. Zahlenmystik vs. Geometrische Analogie 113
3.2.3. Figura paradigmatica. Das Licht der Welt(en) 119
3.2.4. Progressio naturalis. Der (mutmaßliche) Ursprung der Zahlenreihe 130
3.2.5. Figura universi. Die Nummerierung der Himmel 142
3.2.6. Die figura universi. Ein Schaubild zur harmonia mundi? 154
3.2.7. Audire aure intellectus. Musik und Mutmaßung 164
3.2.8. Gedankenspiele. Die konjekturale Erkenntnislehre in den Dialogen De ludo globi 175
3.2.9. Zusammenfassung und Ausblick 187
4. Die Quadraturschriften 188
4.1. Verwandlungskünste. De geometricis transmutationibus 188
4.2. Nachrechnen. De arithmeticis complementis 207
4.3. Grenzgänge. De circuli quadratura 222
4.4. Neue Einfachheit, neue Vorbilder. Drei Bücher über den Laien 226
4.5. Dunkle Bücher. Die Quadraturtraktate der 1450er Jahre 236
4.6. Neue Einfachheit. Dialogus de quadratura circuli 264
4.7. Der ‚lächerliche Geometer‘. Regiomontans Stellungnahmen und ein unbekannter Traktat 269
4.8. Bar aller Bücher. De caesarea circuli quadratura 278
4.9. Vollendung und Vollkommenheit. De mathematica perfectione 282
4.10. Goldene Regeln. Aurea propositio in mathematicis 301
5. Schlussbetrachtung 305
Literaturverzeichnis 312
Register 356

Nikolaus von Kues lebte in Extremen - und in ebendiesen fort: Schon zu Lebenszeiten einer der einflussreichsten Persönlichkeiten des christlichen Abendlandes wurde der deutsche Theologe, Philosoph, Kirchendiplomat und Kardinal durch die unmittelbare Nachwelt zu einer wahren Lichtgestalt in der vermeintlichen Finsternis des Mittelalters verklärt, einem Überwinder der Grenzen von dogmatischem Buchgelehrtentum und religiösem Eifer und Vorboten einer Epoche der Neugier und des intellektuellen Aufbruchs. Nicht zuletzt gründete diese euphorische Überhöhung auf Nikolaus' Grundüberzeugung, dass Naturwissenschaften und Mathematik den Schlüssel zu den böchsten menschenmöglichen Erkenntnissen bereit halten. Dann über Jahrhunderte an den Rand des Vergessens gedrängt, mündete gerade dieses Credo in nicht weniger als einer _Cusanus-Renaissance" des späten 19. und 20. Jahrhunderts.

Wie nah oder fern aber Nikolaus von Kues unserem so stark durch technisch-natur.-wissenschaftliches Fortschrittsdenken geprägten Gegenwartsbewusstsein wirklich stehe, ist allerdings immer noch eine ebenso offene wie spannende Frage, zu deren Beantwortung dieses Buch einen Beitrag liefern will.

www.steiner-verlag.de