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Version vom 3. Juli 2026, 14:50 Uhr
Heraklit

Heraklit von Ephesos (griechisch Ἡράκλειτος ὁ Ἐφέσιος Hērákleitos ho Ephésios, latinisiert Heraclitus Ephesius; * um 520 v. Chr.; † um 460 v. Chr.) war ein vorsokratischer Philosoph aus dem ionischen Ephesos.
Heraklit beanspruchte eine von allen herkömmlichen Vorstellungsweisen verschiedene Einsicht in die Weltordnung. Daraus ergibt sich seine nachhaltige Kritik der oberflächlichen Realitätswahrnehmung und Lebensart der meisten Menschen. Ein wiederkehrendes Thema seines Philosophierens ist neben dem auf vielfältige Weise interpretierbaren Begriff des Logos, der die vernunftgemäße Weltordnung und ihre Erkenntnis und Erklärung bezeichnet, der natürliche Prozess beständigen Werdens und Wandels. In späterer Zeit wurde dieser Wandel auf die populäre Kurzformel panta rhei („Alles fließt“) gebracht. Des Weiteren setzte sich Heraklit mit dem Verhältnis von Gegensätzen auseinander, wie etwa von Tag und Nacht, Wachsein und Schlafen, Eintracht und Zwietracht. Diese Gegensätze sah er in einer spannungsgeladenen Einheit stehend.
Überliefert sind von Heraklits Werk nur Zitate aus späteren Texten anderer Autoren. Diese Zitate bestehen oft nur aus einem Satz und enthalten zahlreiche Aphorismen, Paradoxien und Wortspiele. Die stilistischen Eigenheiten, die fragmentarische Überlieferung und der Umstand, dass die Echtheit einiger Fragmente strittig ist, erschweren eine präzise Erfassung seiner Philosophie. Seine Thesen waren und sind daher Gegenstand kontroverser Interpretationsversuche. Wegen der nicht leicht zu entschlüsselnden Botschaften verlieh man ihm bereits in der Antike den Beinamen „der Dunkle“ (ὁ Σκοτεινός ho Skoteinós). Seine genauen Lebensumstände sind – wie der Aufbau seines Werkes – ungeklärt, da sich die Forschung lediglich auf Informationen von nicht zeitgenössischen, teils sehr späten Autoren stützen kann, deren Glaubwürdigkeit umstritten und in manchen Fällen offensichtlich gering ist.
Leben und Legendenbildung
Werk
Sprache
Heraklit verfasste sein Werk in ionischem Griechisch. Die Fragmente beziehen sich, oft in poetischer Ausdrucksweise, auf Erscheinungen der natürlichen Umwelt wie Sonne, Erde und Luft oder auf Aspekte der Zeit wie Tag und Nacht, Morgen und Abend; sie erläutern philosophische Gedanken anhand von Naturvorgängen (Flussfragmente), Verhaltensmustern von Tieren oder menschlichen Tätigkeiten. Heraklits Sprache ist zugleich voller Aphorismen, Paradoxien und Wortspiele, welche seine Textstücke verdichten und ihre Ergründung erschweren, sodass ihm bereits in der Antike der Beiname „der Dunkle“[24] verliehen wurde. Zudem bedient sich Heraklit einer Sprache, die je nach individueller Lesart vielschichtig gedeutet werden kann.[25] Die Dunkelheit der Sprache Heraklits ist die Folge einer für ihn „charakteristischen doppelbödigen Ausdrucksweise […], die der Doppelbödigkeit seiner Gleichnisse entspricht.“[26]
Beispielhaft zeigt sich das etwa im ersten Fragment der Diels-Edition (B 1): „Für diesen Logos aber, obgleich er ewig ist, gewinnen die Menschen kein Verständnis […].“[27] Bereits Aristoteles kritisierte, dass dabei das tatsächlich nur einmal vorkommende Wort „immer“ (ἀεί aeí) nicht eindeutig auf das davor stehende Partizip von „sein“ (ἐόντος eóntos) oder das folgende „unvernünftig“ oder „ohne Verständnis“ (ἀξύνετοι axýnetoi) bezogen ist, und warf Heraklit Ausdrucksschwäche vor.[28] Moderne Übersetzer stehen hier vor einem Dilemma, da sie sich für eine der Möglichkeiten oder eine Kombination beider Varianten entscheiden müssen.[29] So übersetzt beispielsweise Rapp den Begriff Logos allgemein mit „Darstellung“ oder „Erklärung“ und akzentuiert dessen allgemeine Gültigkeit: „Obwohl die hier gegebene Erklärung (lógos) immer gilt, werden die Menschen sie nicht verstehen […].“[30]
Die knappen Sprüche vereinen gelegentlich unterschiedliche Bedeutungen eines Wortes. So bedeutet beispielsweise das griechische Wort bios bei verschiedener Betonung sowohl „Leben“ (βίος bíos) als auch „Bogen“ (βιός biós), was in Fragment 48 zu einem Wortspiel genutzt wird: „Der Name des Bogens ist Leben, sein Tun Tod.“[31] Solche sprachlichen Entgegensetzungen und doppeldeutigen Anspielungen, gefügt in die Einheit eines Satzes, werden bisweilen auch als gewollte Spiegelungen der verborgenen Struktur des Logos interpretiert, der sich dergestalt als verschränkte Einheit von Gegensätzen erweist.[32]
Die literaturgeschichtliche Einordnung der Fragmente Heraklits hängt von teilweise konträren Einschätzungen möglicher Beziehungen zur Ausdrucksweise anderer Autoren ab. Manche Forscher vergleichen die Sprache Heraklits mit antiken Orakelsprüchen, deren Inhalt nicht eindeutig formuliert, sondern chiffriert in oft antithetischen oder paradoxen Wendungen präsentiert wird.[33] Andere finden in der archaischen Prosa kein Vorbild für Heraklits vielseitigen Gebrauch von Stilmitteln.[34] Ferner sind die linguistischen Merkmale seiner Sprache mit den Chorliedern der klassischen Tragödie verglichen worden.[35]
Philosophischer Horizont
Erfahrung und Erkenntnis
Werden und Vergehen
Gegensatz und Einheit
Kosmos und Feuer
Logos und Seele
Polis und Nomos
Gott und Mensch
Weisheit und Unverstand
Rezeption
Im Laufe ihrer Rezeptionsgeschichte wurden die Gedanken Heraklits nicht bloß überliefert, sondern häufig auch von denen, die sich auf ihn beriefen, für eigene philosophische oder theologische Zwecke herangezogen, umgedeutet und dadurch verzerrt.[121] Manche späteren Denker betonten einseitig einen speziellen Aspekt seiner Lehre, um ihn so zum Vorläufer ihrer eigenen Philosophie zu machen. So gilt Heraklit seit Platon als Vertreter eines eigenständigen philosophischen Systems, das alle Phänomene auf einen steten Wandel reduziere und als neue Errungenschaft ein Prinzip postuliere, welches unterschiedlichste Gegensätze vereine. Er stehe für die Idee eines vernunftbegabten Feuers als Ursprung aller Dinge. Man sieht ihn als ersten europäischen Philosophen an, der von physikalischen Theorien auf metaphysische, epistemologische und ontologische Sachverhalte geschlossen und in allem seine Theorie der dauernden Spannung von Gegensätzen zur Geltung gebracht habe.[122]
Antike und Mittelalter
Für den Ruf des „Dunklen“, den Heraklit bereits in der Antike besaß, steht als erster Anhaltspunkt eine Äußerung des Sokrates bei Diogenes Laertios. Zu seinen Heraklit-Studien befragt, soll Sokrates geantwortet haben: „Was ich verstanden habe, ist ausgezeichnet – ich glaube auch das, was ich nicht verstanden habe, jedoch bedürfte es dazu eines delischen Tauchers“.[123] Damit meinte er besonders geübte Taucher der Insel Delos und spielte zugleich auf das dortige Orakel des Apollon an. Die Deutungsprobleme, die Heraklit aufwirft, ergeben sich also nicht allein aus der fragmentarisch-ungeordneten Überlieferungssituation der Neuzeit, sondern bestanden bereits in der Antike, als Heraklits Werk als eine von wenigen vorsokratischen Schriften wenigstens bis in die mittlere Kaiserzeit im Original zugänglich war.[124]

Die Umdeutung und Einbeziehung heraklitischer Elemente in eigenes philosophisches Gedankengut setzt bereits bei Platon und Aristoteles ein. Während Aristoteles in Heraklit einen Vorläufer seiner Metaphysik sah, nahm Platon ihn für die Vorgeschichte seiner Ideenlehre in Anspruch[125] und charakterisierte Heraklits Denken als ein auf ewiges Werden und Fließen gerichtetes,[126] womit eine Deutungstradition begründet wurde, die noch bei Nietzsche nachklingt:
„Heraklit sagt doch, dass alles davon geht und nichts bleibt, und indem er alles Seiende einem strömenden Flusse vergleicht, sagt er, man könne nicht zweimal in denselbigen Fluß steigen.“
Der erste Teil dieses Zitats aus Platons Dialog Kratylos gilt als unecht. Der zweite Abschnitt ist entweder eine platonische Umdeutung oder basiert auf einem anderweitig nicht bezeugten Spruch.[127] Im Kratylos werden zudem Philosophen erwähnt, die „mit Heraklit geglaubt haben, alles Seiende gehe, und es bleibe nichts fest.“[128] Ähnlich spricht Platon im Theaitetos von „Freunden des Heraklit“ oder „Herakliteern“;[129] jedoch ist kaum glaubhaft, dass es sich hierbei um einen Schülerkreis im engeren Sinne gehandelt hat.[130]

In der römischen Kaiserzeit wurde Heraklit oft erwähnt und zitiert, wobei sich Authentisches mit Erfundenem mischte. Mehrere fingierte Briefe von ihm und an ihn, die sich damals im Umlauf befanden, lassen erkennen, dass Kyniker versuchten, aus ihm einen Vorläufer ihrer Richtung zu machen.[131] Stoiker wie Seneca, Neupythagoreer, Platoniker (besonders Plutarch) und der frühe Kirchenvater Clemens von Alexandria beriefen sich auf ihn.[132] Da es keine einheitliche Traditionslinie oder Schule Heraklits gab, konnten unterschiedliche Strömungen ihn für ihre Anliegen in Anspruch nehmen, doch entstand aus derartigen einzelnen Rückgriffen keine Kontinuität.[133] Lukian von Samosata sah Heraklit als „weinenden Philosophen“, der die Torheit der Menschen beklagt habe, im Gegensatz zu Demokrit als dem über die menschliche Ignoranz „lachenden Philosophen“.[134] Der Skeptiker Sextus Empiricus kritisierte Heraklit und warf ihm „dogmatische“ Aussagen vor.[135]
Im Mittelalter kannte man nur noch einzelne Legenden und Fragmente. Während man im Byzantinischen Reich gerne das wenige, was man von Heraklit wusste, zitierte, insbesondere in Scholien zu Werken antiker Autoren,[136] war er der lateinischsprachigen Gelehrtenwelt des Westens jahrhundertelang so gut wie unbekannt; erst im 12. Jahrhundert taucht bei Bernardus Silvestris ein Heraklit-Zitat auf.[137] Im 13. Jahrhundert begannen sich jedoch die scholastischen Gelehrten für ihn zu interessieren; Albertus Magnus und Thomas von Aquin verfügten bereits über einige Kenntnis heraklitischer Ideen und setzten sich damit auseinander.[138] Ferner erwähnte Dante Heraklit zusammen mit anderen antiken Philosophen in der Divina commedia.[139]
Im 15. Jahrhundert entwickelte Nikolaus von Kues die theologische und erkenntnistheoretische Formel der coincidentia oppositorum, des Zusammenfalls der Gegensätze, die wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Gegensatzdenken Heraklits oft mit diesem in Zusammenhang gebracht wird. Nikolaus erwähnt jedoch Heraklit nicht, und für die Vermutung, dass er von ihm beeinflusst sei, gibt es kein konkretes Indiz.[140]
Frühe Neuzeit und 19. Jahrhundert


Indirekt fand heraklitisches Gedankengut Aufnahme in den Deutschen Idealismus, zumeist gestützt auf erste Versuche einer Sammlung der Fragmente, wie beispielsweise die Poesis philosophica des Henricus Stephanus von 1573, nach der auch noch Hegel Heraklit zitierte.[141] Den von Lessing in Bezug auf Spinozas Philosophie geprägten Begriff des [[Alleinheit|Ἕν καὶ Πᾶν]] ('hén kaì pân', etwa: „Eins und Alles“), übernahm Hölderlin als Ausdruck des Pantheismus. In der letzten Fassung des Hyperion formulierte er das Ineinander komplementärer Gegensätze „als simultane Verbundenheit des Widerstreitenden“. Dabei berief er sich auf „das große Wort, das ἑν διαφερον ἑαυτῳ, das Eine in sich selber unterschiedne, des Heraklit“[142]: „Wie der Zwist der Liebenden, sind die Dissonanzen der Welt. Versöhnung ist mitten im Streit und alles Getrennte findet sich wieder. Es scheiden und kehren im Herzen die Adern und einiges, ewiges, glühendes Leben ist Alles.“[143] Die seit Platon gängige Interpretation Heraklits als eines Denkers, der hauptsächlich das Werden und den Prozess der Veränderung thematisierte, wirkte auch bei Hegel und Nietzsche im 19. Jahrhundert nach. So sah Hegel in Heraklit den Protagonisten eines in der Hegelschen Dialektik gründenden Bewegungsgesetzes und bekannte: „Hier sehen wir Land; es ist kein Satz des Heraklit, den ich nicht in meine Logik aufgenommen.“[144]
Zugleich erschienen neue Textausgaben. So publizierte Friedrich Schleiermacher 1808 seine damals wegen ihrer Vollständigkeit geschätzte Arbeit Herakleitos der dunkle, die 73 Fragmente enthält. Er bemühte sich darum, Heraklits Philosophie „aus den Trümmern seines Werkes und den Zeugnissen der Alten“[145] zu rekonstruieren, und gab das Ermittelte heraus, „soviel man davon wissen und nachweisen kann“.[146]
Auch bei Goethe spiegelt sich von der Zeit des Werther bis in das Spätwerk der Einfluss Heraklits wider. Sprachlich äußert er sich in metaphorischem Umgang mit dem Gegensatzprinzip in Oxymora wie „fern und nah“, „lebeloses Leben“ oder „geeinte Zwienatur“.[147] Inhaltlich nähert sich Goethe Heraklit vor allem in dem Bestreben, Naturbildungen als Phänomene zu begreifen, die auf eine verborgene Gesetzlichkeit verweisen. Auch in der Vereinigung konstruktiver wie destruktiver Elemente seines Naturbildes lässt Goethe Werther Gedanken formulieren, die an die Flussfragmente erinnern:[148]
„Kannst du sagen: Das ist! da alles vorübergeht? da alles mit der Wetterschnelle vorüberrollt, […] in den Strom fortgerissen […] wird? […] Ich sehe nichts, als ein ewig verschlingendes, ewig wiederkäuendes Ungeheuer.“[149]
Nietzsche meinte in Heraklit einen „Vorfahren“[150] zu erkennen, „in dessen Nähe überhaupt mir wärmer, mir wohler zu Muthe wird als irgendwo sonst“ und dessen Gedankengut er als „das mir Verwandteste“ anerkannte, „was bisher gedacht worden ist.“[151] In einem geplanten Philosophenbuch, dessen tatsächlich realisierte Passagen er in das Fragment Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen übernimmt, zeigt Nietzsche gerade zur Persönlichkeit Heraklits[152] eine Nähe, die besonders in der Schrift Also sprach Zarathustra in eine Identifikation mündet.[153] Nietzsche identifiziert sich mit dem Protagonisten Zarathustra, dessen Persönlichkeit und Auftreten stark unter dem Einfluss Heraklits steht. Im Zarathustra greift er zahlreiche Motive Heraklits auf; keine andere Quelle schöpft er dort so intensiv aus wie diese. In der Wahl der Metaphern sind deutliche Parallelen erkennbar, beispielsweise in der Lehre vom Übermenschen, die analog zur Affe-Mensch-Gott-Proportion der heraklitischen Fragmente entwickelt wird:
„Was ist der Affe für den Menschen? Ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham. Und ebendas soll der Mensch für den Übermenschen sein: ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham. Ihr habt den Weg vom Wurme zum Menschen gemacht, und Vieles ist in euch noch Wurm. Einst wart ihr Affen, und auch jetzt noch ist der Mensch mehr Affe, als irgend ein Affe.“[154]
Philosophiehistorisch ist Nietzsche der gängigen Meinung der Philologie seiner Zeit verhaftet, die Heraklit in platonischer Tradition als Philosophen des Werdens, der periodischen Weltuntergänge und des Kampfes der Gegensätze interpretierte. „Im Zuge der Umwertung und Umstülpung der unter platonischem Vorzeichen stehenden Metaphysik“ stellt Nietzsches Hermeneutik „das Werden über das starre, einer fundamentalen Illusion entspringende Sein“ und sieht „Heraklit als die Vorweg-Widerlegung Platons“ an.[155] Zugleich rezipiert Nietzsche die von Platons Einfluss umgestaltete Flusslehre und verbindet sie mit der aus anderen antiken Traditionen stammenden Idee der ewigen Wiederkunft des Gleichen, die ihm heraklitisch erscheint und die er mit der Lehre seines Zarathustra[156] in Einklang zu bringen versucht.[157] Nach Nietzsches Interpretation verleugnet der heraklitische Begriff des Werdens die „eigentliche Existenz“ des Seienden; die Dinge sind lediglich „das Erblitzen und der Funkenschlag gezückter Schwerter, sie sind das Aufglänzen des Siegs, im Kampf der entgegengesetzten Qualitäten.“[158] So lässt er Heraklit ausrufen:
„Ich sehe nichts als Werden. Laßt euch nicht täuschen! In eurem kurzen Blick liegt es, nicht im Wesen der Dinge, wenn ihr irgendwo festes Land im Meere des Werdens und Vergehens zu sehen glaubt. Ihr gebraucht Namen der Dinge, als ob sie eine starre Dauer hätten: aber selbst der Strom, in den ihr zum zweiten Male steigt, ist nicht derselbe als bei dem ersten Male.“[159]
Heraklits Bedeutung als Impulsgeber der Philosophiegeschichte betonten Hegel und Nietzsche aus unterschiedlicher Perspektive. So erscheint Heraklit bei Hegel „als der früheste Vorläufer der gegenwärtig erreichten, abschließenden höchsten Vollendung des Denkens“, bei Nietzsche jedoch „als der früheste Vorbote seiner tiefsten Krise; die Vollendung beruht auf dem vollständigen Erscheinen des von Heraklit ahnungsweise Angedeuteten, die Krise auf seiner vollständigen Vergessenheit im gegenwärtigen Zeitalter.“[160]
20. und 21. Jahrhundert
Martin Heidegger
Martin Heidegger studierte Heraklit intensiv und stellte ihn in den Zusammenhang seiner eigenen Philosophie.[161] In den 1930er Jahren bestimmte Heidegger „Logik“ im Sinne des Logos-Begriffs Heraklits,[162] der „das Sein des Seienden“ bezeichne.[163] Heidegger führt seinen Begriff von Wahrheit als alétheia (Unverborgenheit) auf Heraklit zurück und sieht die diesem Wort entspringende „Grunderfahrung“ bei Platon bereits „im Schwinden“.[164] Für Heidegger „gab es vor Sokrates noch keine Metaphysik; das Denken des Heraklit und Parmenides ist ‚Physik‘ im Sinne eines Erdenkens des Wesens der physis als des Seins des Seienden“.[165] Heidegger wendet sich gegen „die auch von Nietzsche selbst in Umlauf gebrachte“ Interpretationshypothese, „das Sein ‚sei‘ das ‚Werden‘“.[166] In seiner Heraklit-Deutung wollte Heidegger über den Dualismus von Werden und Sein hinausgelangen.[167] Demnach beruht seine Heraklit-Rezeption wesentlich auf der Logos-Interpretation als einer Auslegung der phýsis: „Im ursprünglichen Gebrauch des Wortes phýsis ist nach Heidegger noch etwas von dem Verhältnis zu hören, das in dem Wort a-létheia, Un-verborgenheit, von den Griechen zwar benannt, aber nicht eigens bedacht wurde.“ Die Entbergung des Verborgenen ist somit Heraklits Leistung, die er ja auch selbst beanspruchte. Heidegger war der Meinung, dass „der Beginn der Denkgeschichte mehr war als ein später überholter Ausgangspunkt, nämlich der Anfang als arché, d. h. als stiftender und damit bleibender Anfangsgrund“. In Heraklits Aussage (B 123), dass die Natur sich gern verbirgt[168], sei das Entwicklungsgesetz des philosophisch-wissenschaftlichen Denkens bereits enthalten. Dies begründe die einzigartige Position Heraklits: „Sein Denken hat eine ‚Sache‘ zum Thema, deren Verfassung zugleich das gesamte geschichtliche Schicksal des Denkens überhaupt prägt.“[167]
Erich Fromm
Der Psychoanalytiker Erich Fromm analysierte 1956 in Die Kunst des Liebens Positionen Heraklits, dessen paradoxe Logik er als Alternative zur aristotelischen widerspruchsfreien Logik betrachtete. Er zog auch einen Vergleich mit der Lehre Zhuangzis.[169]
Hans-Georg Gadamer
Das Spektrum der modernen Heraklit-Deutungen ist weit. In der deutschsprachigen Literatur gehört diejenige Hans-Georg Gadamers zu den profiliertesten. Für ihn stehen Denken und Werk Heraklits entschieden nicht in der Tradition der Ionischen Naturphilosophie.[170] Gadamer weist darauf hin, dass schon in der Antike die Deutung vorgeschlagen wurde, dass Heraklits Schrift weniger auf die Natur und die kosmologischen Zusammenhänge ziele als vielmehr auf den Bürgerverband, auf die politeia und ihre mentale Ausrichtung.[171] Diese Auffassung stützt sich auf die Beobachtung, dass Heraklits naturbezogene Aussagen oft so naiv wirken, dass ihnen nicht die hauptsächliche Bedeutung zuzukommen scheint. So urteilte schon der Grammatiker Diodot, der diesen Äußerungen Heraklits lediglich einen paradigmatischen, beispielhaft veranschaulichenden Charakter zuwies und die Verfassung des Staates für das eigentliche Thema seiner Schrift hielt.[172]
Als Ausgangspunkt seiner Interpretation wählt Gadamer die Formel „Eins ist das Weise“ (ἓν τὸ σοφὸν hen to sophón), denn er deutet das Bestreben, Unterschiedliches in einer Einheit zu denken, als die in mehreren Fragmenten wiederholte zentrale Botschaft Heraklits.[173] Für das Gegensatzpaar „wachen und schlafen“ stellt das Individuum selbst als Wachender oder Schlafender das Eine bzw. den Einen dar, der „am Leben ist“. In Fragment B 26 wird dieses Einssein mit dem Feuer verbunden: „Der Mensch in der Nacht zündet sich ein Licht an, wenn die Augen erloschen sind. Lebend rührt er an den Toten, erwacht rührt er an den Schlafenden.“[174] Dieses Anzünden des Lichts in der Nacht interpretiert Gadamer als ein Erwachen des Bewusstseins, wenn man die „volle Aussagekraft“ des Logos darin sieht, dass „nicht das Licht des Traumes, sondern die Helligkeit, die wir ‚Bewusstsein’ nennen, hier gemeint ist“. Dieses Entfachen des Vernunftfeuers als „Zu-sich-Kommen“ des Bewusstseins ist nach Gadamer kein rein individueller Vorgang, sondern ein kollektiver „Weg zur Teilhabe am gemeinsamen Tage und der gemeinsamen Welt.“[175]
Klaus Held
Die Gegenüberstellung von Ansicht und Einsicht als „kritische Selbstunterscheidung des Denkens von der vor- und außerphilosophischen Denk- und Verhaltensart“ ist für Klaus Held „der Grundgedanke Heraklits, von dem her sich alle seine weiteren Gedanken entfalten lassen“[42] und der „im Wesen seiner Auffassung vom Denken begründet“ ist.[176] Als philosophiegeschichtlichen Standort Heraklits bestimmt er eine Mittelposition zwischen dem vorphilosophischen Denken des archaischen Griechentums einerseits, wie es in manchen Fragmenten wie B 24 und B 25 mit der Behandlung von Tod und Ehre nachhalle,[177] und dem metaphysischen Denken Platons andererseits, bei dem der Mensch über seine unsterbliche Seele Anteil an der Ewigkeit der Ideen erlangen kann.[178]
Ein spezifisches Moment der phänomenologischen Heraklit-Interpretation Helds liegt in der Verknüpfung mit der von Husserl und Heidegger philosophisch reflektierten subjektiven lebensweltlichen Zeiterfahrung. Den Ansatzpunkt dafür bei Heraklit bilde das Umschlagen (μεταπίπτειν) der Gegensätze. Eine Erwartung oder Erinnerung habe selbst den Charakter der Gegenwart, der noch ausstehenden oder der schon entschwundenen: „Es ist die Erfahrung von der einen und einzigen Gegenwart, in der beständig verbleibend ich alle meine Erfahrungen mache. Zu der Weise, wie ich mir dieser Gegenwart bewusst bin, gehört immer ein unthematisches Miterfassen des Kommens und Gehens der Gegenwart.“[179]
Als weiteren Schwerpunkt der heraklitischen Lehre nennt Held die Auseinandersetzung mit dem „lebensverfallene(n) und todesvergessene(n) Verhalten der Vielen“. Das Leben als Verlauf zwischen Geburt und Tod sei nicht nur von diesen zeitlichen Grenzen bestimmt, sondern „in jeder seiner Phasen gebürtig und sterblich“. Wachen und Schlafen, Jugend und Alter stellten über das landläufige Verständnis hinaus „Abwandlungen derjenigen beiden Grundweisen des Lebend-sich-Befindens dar, die bereits durch die Ausdrücke ‚Leben’ und ‚Tod’ bezeichnet werden. […] Alle drei Gegensatzpaare variieren den Grundgegensatz des Erneuernd-sich-Öffnens und des Absterbend-sich-Verschließens.“[180]
Jürgen-Eckardt Pleines
Im Gegensatz zu Held betrachtet Jürgen-Eckardt Pleines den heraklitischen Logos nicht als nur für eine Elite erkennbar, sondern betont, dass ein allgemein zugängliches Wissen gemeint sei.[181] Philosophiehistorisch sieht Pleines in der Konzeption Heraklits Parallelen zur modernen Spieltheorie[182] und hält sie für den Entwurf einer „in sich gespannten Systemtheorie“, die auf dem Widerspruch als einem konstitutiven „Prinzip alles gegenständlichen und gedachten Seins“ aufbaue.
Pleines geht in seiner Interpretation vom Begriff der Harmonie aus, der bei Heraklit das „wechselseitige Verhältnis […] an sich selbstständiger und entgegengesetzter Momente, die sich in einem ausbalancierten, aber ebenso ambivalenten Gleichgewicht“ halten, bezeichne.[183] Harmonie beschreibe somit bei Heraklit das ausgewogene Verhältnis von konträren Kräften in einem ständigen Widerstreit (eris) der Dinge. Diesem „relationalen Seinsverständnis“ entspreche auch die Spanne zwischen beiden Polen, „der harmos, der als ‚Fuge’ genauso wie der logos eine verbindende Gegenbewegung in der Sache wie im Denken signalisierte“.[184] Demgemäß galt das Augenmerk des Philosophen besonders Aussagen über Objekte oder Phänomene, die Kennzeichen ihrer gegenseitigen Beziehung und Gegensätzlichkeit aufweisen und über diese vermittelnde Differenz, bei Pleines „Intervall“ genannt, definiert werden.[185] Für das Verständnis von Harmonie als Ausdruck innerer Spannung verweist Pleines auf die Welt des Klangs. Töne können stets als untereinander differenziert wahrgenommen werden, doch eine in ihre Einzelbestandteile aufgelöste Melodie ist nicht mehr als solche erkennbar.[186] Diese Auffassung der Tonkunst als Widerstreit von Momenten innerhalb eines dem Wandel unterworfenen Gefüges sei von Heraklit auf alles vernunftgemäße Wissen übertragen worden.[187]
Heraklits Denkart habe nicht nur mit den herkömmlichen Schöpfungsvorstellungen gebrochen, sondern „widersetzte sich auch jenen Erklärungsversuchen der Welt, die allein mit einer Folge von Zeitmomenten rechneten, um mit ihrer Hilfe Kausalgesetze oder Finalreihen zu formulieren“.[184] Die bereits bei Anaximander angelegte Neuorientierung des Denkens habe zu einer Abkehr von der Suche nach einem Urelement geführt und in der Metaphysik das Augenmerk auf das Problem der Verhältnisse unter den Objekten gelenkt.[188]
Deutungen der Lehre Heraklits vom Krieg und Streit
Die Thesen Heraklits, der Krieg sei „Vater“ und „König“ aller und alles geschehe auf rechte Weise „gemäß dem Streit“, sind in der Forschung unterschiedlich gedeutet worden. Olof Gigon bezog in seiner 1935 veröffentlichten Basler Dissertation diese Aussagen konkret auf militärische Auseinandersetzungen; es gehe um Verherrlichung des Heldentums. Für Heraklit habe der Krieg Bewegung – im Gegensatz zu der von Homer gewünschten Ruhe – bedeutet. „Das wahre Leben ist das Hin und Her und Durcheinander des Krieges, das andere ist nur Wahn, es zu wünschen verhängnisvollste Torheit, da man damit die Zersetzung, das Verderben wünscht.“[189] Auch William K. C. Guthrie hob den Gegensatz zwischen Ruhe und Bewegung hervor. Heraklit habe Ruhe mit dem Ende der Anstrengung, die sich im beständigen Kampf der Gegensätze zeige, mit Tod und Zerfall verbunden. Daher habe er gemeint, das Ausruhen im Frieden solle man den Toten überlassen. Aus dieser Sicht habe er gegen das Ideal einer friedlichen und harmonischen Welt rebelliert, das er als wirklichkeitsfremde Verkennung des Weltcharakters betrachtet habe.[190] Karl Popper fasste den „Krieg“ ebenso wie Gigon im wörtlichen Sinne auf. Er meinte, Heraklit habe als „typischer Historizist“ „im Urteil der Geschichte ein moralisches Urteil“ gesehen; daher habe er behauptet, dass „das Ergebnis des Krieges immer gerecht sei“. Er habe einen ethischen Relativismus vertreten, was ihn jedoch nicht gehindert habe, „eine romantische Stammesethik“ zu entwerfen und die „Überlegenheit des großen Mannes“ zu verkünden.[191]
Die Alternative zu einer militaristischen Auslegung ist die kosmische, naturphilosophische Deutung von Heraklits „Krieg“. Sie hat in der Forschung zahlreiche Befürworter gefunden. Nach dem Verständnis von Hermann Fränkel ist mit dem „Krieg“ die Kraft gemeint, die alles erzeugt und verordnet, und das ist die Gegensätzlichkeit an sich. Für diese habe Heraklits Sprache kein Wort gehabt, daher habe er den Ausdruck „Krieg“ gewählt.[192] Gregory Vlastos hielt Heraklits Aussagen über Krieg und Streit für dessen Antwort auf die Lehre Anaximanders, der Streit mit Ungerechtigkeit assoziiert und die Gerechtigkeit mit der Beseitigung des vom Streit erzeugten Unrechts gleichgesetzt hatte. Anaximander hatte gemeint, es gebe trotz der Konflikte eine gerechte Ordnung. Ein solches Nebeneinander von Recht und Unrecht sei für Heraklit ein unannehmbarer „Kompromiss“ gewesen. Sein einheitliches Verständnis der Natur habe ihn zwangsläufig zur Annahme geführt, dass alles entweder gerecht oder ungerecht sein müsse. Daher habe er den Streit, den er für ein universelles Prinzip hielt, im Gegensatz zu Anaximander positiv bewertet und mit der Gerechtigkeit gleichgesetzt.[193] Auch für Charles H. Kahn ist Heraklits Sichtweise eine Frucht seines monistischen Weltbilds. Seine Polemik richte sich gegen die Position Hesiods, der einen „guten“ Streit – kreativen Wettstreit – und einen „schlechten“, der zu Krieg, Gesetzlosigkeit und Verbrechen führe, unterschieden habe. Dieser Auffassung habe Heraklit sein „kosmisches“ Modell entgegengesetzt, in dem Konflikt nicht manchmal gut und manchmal schlecht, sondern die alles hervorbringende und umfassende Ursächlichkeit sei.[194] Wolfgang Schadewaldt wies darauf hin, dass die Charakterisierung des Krieges als Vater und König „oft zitiert, aber nicht immer verstanden“ sei. Der Krieg oder Streit herrsche als die Instanz, die „Abscheidungen trifft, Unterschiede setzt“. Dies sei die „große Leistung“ des Streits. Durch diese „unterschiedsetzende Kraft“ werde der Streit für Heraklit zu einem so bedeutenden Seinsprinzip. Man müsse ihn als metaphysisches Prinzip verstehen.[195] Nach der Ansicht von Geoffrey S. Kirk ist Streit oder Krieg Heraklits bevorzugte Metapher für die Vorherrschaft der Veränderung in der Welt. Mit dem allen Ereignissen zugrundeliegenden „Krieg“ sei die Aktion und Reaktion zwischen entgegengesetzten Substanzen gemeint. Wenn dieser Streit jemals durch den Sieg einer Seite beendet würde, wäre dies nach Heraklits Überzeugung gleichbedeutend mit der Zerstörung der Welt.[196]
Für eine nicht metaphysische, sondern ethische Interpretation plädierten hingegen Dieter Bremer und Roman Dilcher im Heraklit-Kapitel der Neubearbeitung von Friedrich Ueberwegs Grundriss der Geschichte der Philosophie. Sie befanden, der Krieg komme in dem berühmten Fragment nicht als kosmisches Prinzip zur Sprache, sondern als „Hervorbringung von Unterscheidungen hinsichtlich dessen, was im Krieg auf dem Spiel steht – nämlich das Leben“. Heraklits Hinweis darauf, dass der Krieg die einen zu Freien, die anderen zu Sklaven macht, sei nicht nur im buchstäblichen Sinn zu verstehen. Vielmehr gehe es darum, dass der, der den Tod scheut und an seinem Leben festhält, eben dadurch der Unterlegene sei und verknechtet werde. Die „Freien“ hingegen seien für Heraklit diejenigen, „die ihr Leben aufs Spiel gesetzt und darin ihre eigene Sterblichkeit bewusst erfahren haben“. In der Möglichkeit, den Tod freiwillig auf sich zu nehmen, konkretisiere sich „auf existenzielle Weise die Einsicht in die Zusammengehörigkeit des Gegensätzlichen“.[197]
Astronomie
Der Mondkrater Heraclitus ist nach dem Philosophen benannt.
Trivia
Im Roman Heraklit von Ephesos – Das Sterben der Götter stellt Norbert Weimper das Leben vor 2500 Jahren dar.
Ausgaben und Übersetzungen
- Jean Bollack, Heinz Wismann: Héraclite ou la séparation. Editions de minuit, Paris 1972 (griechischer Text mit französischer Übersetzung und Kommentar).
- Marcel Conche: Héraclite: Fragments. 3. Auflage. Presses Universitaires de France, Paris 1991 (griechischer Text mit französischer Übersetzung und Kommentar).
- Carlo Diano, Giuseppe Serra: Eraclito: I frammenti e le testimonianze. Mondadori, Mailand 1980.
- Hermann Diels, Walther Kranz (Hrsg.): Die Fragmente der Vorsokratiker. Band 1. Hildesheim 2004 (unveränderte Neuauflage der 6. Auflage von 1951), ISBN 3-615-12201-1 (griechischer Originaltext teilweise mit deutscher Übersetzung). Bd. 1, 6. Aufl., 1960 im Textarchiv – Internet Archive
- Francesco Fronterotta: Eraclito: Frammenti. Rizzoli, Mailand 2013 (online).
- Laura Gemelli Marciano (Hrsg.): Die Vorsokratiker. Band 1, Artemis & Winkler, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7608-1735-4, S. 284–369 (Quellen und Fragmente mit deutscher Übersetzung, Erläuterungen sowie Einführung zu Leben und Werk).
- Charles H. Kahn (Hrsg.): The Art and Thought of Heraclitus. An Edition of the Fragments with Translation and Commentary. Cambridge University Press, Cambridge 1981, ISBN 0-521-28645-X (PDF).
- Jaap Mansfeld (Hrsg.): Die Vorsokratiker. Band 1, Reclam, Stuttgart 1987, ISBN 3-15-007965-9, S. 231–283 (griechischer Originaltext mit deutscher Übersetzung).
- Serge Mouraviev (Hrsg.): Heraclitea. Édition critique complète des témoignages sur la vie et l'œuvre d’Héraclite d’Éphèse et des vestiges de son livre et de sa pensée. Academia, Sankt Augustin 1999 ff. (20 Bände geplant, bisher 10 Bände erschienen).
- Jean-François Pradeau: Héraclite: Fragments. Flammarion, Paris 2002.
- Bruno Snell (Hrsg.): Heraklit: Fragmente. 14. Auflage. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-538-03506-5 (griechischer Originaltext mit deutscher Übersetzung).
- Thomas M. Robinson: Heraclitus: Fragments. University of Toronto Press, Toronto 1987.
- Matthias Hackemann (Hrsg.): Die Vorsokratiker – Von Demokrit bis Thales. Neu übersetzt und herausgegeben von Matthias Hackemann. Anaconda Verlag, Köln 2016. ISBN 978-3-7306-0354-3, S. 81–94.
- Eraclito. Testimonianze, Imitazioni e Frammenti, con i testi greci. A cura di Rodolfo Mondolfo, Leonardo Tarán e Miroslav Marcovich. Introduzione di Giovanni Reale. Giunti Editore, Florenz/Mailand 2017. ISBN 978-88-452-5995-1.
Literatur
Übersichts- und Gesamtdarstellungen
- Dieter Bremer, Roman Dilcher: Heraklit. In: Hellmut Flashar u. a. (Hrsg.): Frühgriechische Philosophie (= Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 1), Halbband 2, Schwabe, Basel 2013, ISBN 978-3-7965-2598-8, S. 601–656
- Edward Hussey: Heraclitus. In: Anthony A. Long (Hrsg.), The Cambridge Companion to Early Greek Philosophy. Cambridge University Press, Cambridge 1999, S. 88–112. Deutsche Übersetzung: Heraklit. In: Anthony A. Long (Hrsg.), Handbuch Frühe Griechische Philosophie. Von Thales bis zu den Sophisten. Aus dem Englischen von Karlheinz Hülser. J. B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2001, S. 80–101.
- Miroslav Marcovich: Herakleitos. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Supplementband X, Stuttgart 1965, Sp. 246–320.
- Serge Mouraviev: Héraclite d'Éphèse. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Bd. 3, CNRS Éditions, Paris 2000, ISBN 2-271-05748-5, S. 573–617
Untersuchungen
- Karl-Martin Dietz: Metamorphosen des Geistes, Band 3: Heraklit von Ephesus und die Entwicklung der Individualität. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2004, ISBN 3-7725-1273-9.
- Hermann Fränkel: Wege und Formen frühgriechischen Denkens. 3., durchgesehene Auflage. Beck, München 1968, S. 237–283.
- Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens. Reclam, Stuttgart 1999, ISBN 3-15-009756-8, S. 17–100.
- Thomas Hammer: Einheit und Vielheit bei Heraklit von Ephesus (= Epistemata. Reihe Philosophie, Band 90). Königshausen & Neumann, Würzburg 1991, ISBN 3-88479-591-0.
- Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft. Eine phänomenologische Besinnung. Berlin/New York 1980, ISBN 3-11-007962-3.
- Ewald Kurtz: Interpretationen zu den Logos-Fragmenten Heraklits (= Spudasmata, Band 17). Olms, Hildesheim 1971, ISBN 3-487-04047-6
- Wolfgang H. Pleger: Der Logos der Dinge. Eine Studie zu Heraklit (= Europäische Hochschulschriften, Reihe 20, Band 226). Lang, Frankfurt a. M. 1987, ISBN 3-8204-1007-4.
- Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren (= Studienbücher Antike, Band 9). Hildesheim 2002, ISBN 3-487-11476-3
- Martin Thurner: Der Ursprung des Denkens bei Heraklit (= Ursprünge des Philosophierens, Band 1). Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016883-5
- Martin Thurner: Heraklit: Die ,bathyphysische' Denkform. In: Enrica Fantino, Ulrike Muss, Charlotte Schubert, Kurt Sier (Hrsg.), Heraklit im Kontext (Studia Praesocratica 8), Berlin u. a. 2017. S. 287–302.
- Enrica Fantino, Ulrike Muss, Charlotte Schubert, Kurt Sier (Hrsg.): Heraklit im Kontext (= Studia Praesocratica. Band 8). De Gruyter Wissenschaftsverlag, Berlin u. a. 2017, ISBN 978-3-11-042132-3.
Bibliographien
- Francesco De Martino, Livio Rossetti, Pierpaolo Rosati: Eraclito. Bibliografia 1970–1984 e complementi 1621–1969. Neapel 1986.
- Evangelos N. Roussos: Heraklit-Bibliographie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1971, ISBN 3-534-05585-3.
Weblinks
- Literatur von und über Heraklit im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Fragmente
- Hermann Diels: Herakleitos von Ephesos, griechisch und deutsch, Berlin 1901
- Egon Gottwein: Textauswahl
- William Harris: Heraclitus: The Complete Fragments (PDF; 154 kB), Internet Archive, griechisch und englisch.
- Randy Hoyt: The Fragments of Heraclitus, griechisch nach Diels-Kranz und englisch nach John Burnet 1912 mit kleinen Modifikationen, 2002
- Samuel Béreau: 139 Fragments, griechisch nach Diels und englisch nach John Burnet 1912
- Fragmente (griechische Originaltexte mit englischen und französischen Übersetzungen; PDF-Datei, 213 kB)
Quelle
- Diogenes Laertios, Leben und Meinungen berühmter Philosophen IX 1–17 (englisch)
Literatur
- Daniel W. Graham: Eintrag in Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy.
- Daniel W. Graham: Eintrag in James Fieser, Bradley Dowden (Hrsg.): Internet Encyclopedia of Philosophy.
- Günter Wohlfart: Heraklit von Ephesos. In: UTB-Online-Wörterbuch Philosophie
Anmerkungen
- ↑ Zur Datierung von Geburt und Tod Heraklits siehe die ausführlichen Erörterungen von Serge N. Mouraviev: Héraclite d'Éphèse. Les vestiges. Bd. 1: La vie, la mort et le livre d'Héraclite (= Heraclitea III.1), Sankt Augustin 2003, S. 110–129.
- ↑ Diogenes Laertios 9,1 (= FGrHist 244 F 340a).
- ↑ Christian Meier: Kultur, um der Freiheit willen: Griechische Anfänge – Anfang Europas? München 2009, S. 281.
- ↑ Diogenes Laertios 9,6: ἐκχωρῆσαι γὰρ τἀδελφῷ τῆς βασιλείας; und ebenda: σημεῖον δ' αὐτοῦ τῆς μεγαλοφροσύνης. In positivem, rühmendem Sinne fassen die meisten Übersetzungen diese Mitteilung auf; abweichend Michael Franz: Heraklit und das Artemision. Die Erfindung eines neutralen Standpunkts in der Politik. In: Enrica Fantino, Ulrike Muss, Charlotte Schubert, Kurt Sier (Hrsg.): Heraklit im Kontext (= Studia Praesocratica. Band 8). De Gruyter, Berlin/New York 2017, S. 83–102, hier S. 89, der mit „Hochmut“ übersetzt.
- ↑ Diogenes Laertios 9,2.
- ↑ Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 12.
- ↑ Diogenes Laertios 9,1–17.
- ↑ Geoffrey Kirk, John E. Raven, Malcolm Schofield: Die vorsokratischen Philosophen, Stuttgart 2001, S. 199.
- ↑ Christof Rapp: Vorsokratiker, München 1997, S. 62.
- ↑ Diogenes Laertios 9,3.
- ↑ DK 22 B 36; Christof Rapp: Vorsokratiker, München 1997, S. 62.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 67 Anm. 180.
- ↑ Serge Mouraviev: Héraclite d'Éphèse. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Bd. 3, Paris 2000, S. 573–617, hier: 584 f. (mit Literaturübersicht zur Frage). Mouraviev weist darauf hin, dass für eine Parmenides-Rezeption bei Heraklit nur spekulative philosophiegeschichtliche Überlegungen sprechen können, wogegen für eine Heraklit-Rezeption bei Parmenides nicht nur philosophiegeschichtliche, sondern auch philologische Argumente vorgebracht worden sind. Die Frage bleibt offen.
- ↑ DK 22 B 101: „Ich habe mich selbst erforscht“ (ἐδιζησάμην ἐμεωυτόν); Diogenes Laertios 9,5.
- ↑ Daniel W. Graham: Heraclitus. In: Stanford Encyclopedia of Philosophy.
- ↑ Zur Datierung siehe Serge Mouraviev: Héraclite d'Éphèse. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Bd. 3, Paris 2000, S. 573–617, hier: 583, 587.
- ↑ Eine Übersicht über die Hypothesen bietet Serge Mouraviev: Héraclite d'Éphèse. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Bd. 3, Paris 2000, S. 573–617, hier: 598 f.
- ↑ Die übliche Zitation umfasst die Kennzeichnung DK als Abkürzung für Diels-Kranz, eine dem Autor zugewiesene Ziffer, die Bezeichnung des Abschnitts und die Nummer des Fragments, z. B. DK 22 B 101.
- ↑ Einen Überblick über die Ansichten verschiedener Herausgeber zur Authentizität der Fragmente bietet Serge Mouraviev: Héraclite d'Éphèse. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Bd. 3, Paris 2000, S. 573–617, hier: 604–607.
- ↑ Thomas Hammer: Einheit und Vielheit bei Heraklit von Ephesus, Würzburg 1991, S. 32.
- ↑ Olof Gigon: Der Ursprung der griechischen Philosophie von Hesiod bis Parmenides, 2. Auflage, Basel 1968, S. 197.
- ↑ Olof Gigon: Der Ursprung der griechischen Philosophie von Hesiod bis Parmenides, 2. Auflage, Basel 1968, S. 200.
- ↑ Diogenes Laertios 9,5–6.
- ↑ Zum Beispiel Cicero, De finibus bonorum et malorum 2,15.
- ↑ Charles H. Kahn (Hrsg.): The Art and Thought of Heraclitus. An edition of the fragments with translation and commentary, Cambridge 1981, S. 89.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 185.
- ↑ DK 22 B 1; Übersetzung leicht variiert nach Hans-Georg Gadamer (Hrsg.): Philosophisches Lesebuch, Band 1, Frankfurt am Main 1965, S. 27 (τοῦ δὲ λόγου τοῦδ᾽ ἐόντος ἀεὶ ἀξύνετοι γίνονται ἄνθρωποι καὶ πρόσθεν ἢ ἀκοῦσαι καὶ ἀκούσαντες τὸ πρῶτον· γινομένων γὰρ πάντων κατὰ τὸν λόγον τόνδε ἀπείροισιν ἐοίκασι, πειρώμενοι καὶ ἐπέων καὶ ἔργων τοιούτων, ὁκοίων ἐγὼ διηγεῦμαι κατὰ φύσιν διαιρέων ἕκαστον καὶ φράζων ὅκως ἔχει· τοὺς δὲ ἄλλους ἀνθρώπους λανθάνει ὁκόσα ἐγερθέντες ποιοῦσιν, ὅκωσπερ ὁκόσα εὕδοντες ἐπιλανθάνονται.).
- ↑ Aristoteles, Rhetorik 1407b11–18.
- ↑ David Sider: Word Order and Sense in Heraclitus: Fragment One and the River Fragment. In: Konstantine J. Boudouris (Hrsg.): Ionian Philosophy, Athen 1989, S. 363–368, hier: 364.
- ↑ Christof Rapp: Vorsokratiker, München 1997, S. 65 f.
- ↑ Übersetzung nach Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 51 (τῷ οὖν τόξῳ ὄνομα βίος, ἔργον δὲ θάνατος.).
- ↑ Dieter Bremer: Heraklit. In: Friedo Ricken (Hrsg.): Philosophen der Antike, Band 1, Stuttgart 1996, S. 73–92, hier: 81. Ähnlich Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 51: „Im Worte schon ist die Einheit der Gegensätze darin. Das ist gewiß der Grund, warum Heraklit Wortspiele besonders liebt. Sie erlauben ihm, seine eigene Wahrheit im Wortlaut einzufangen und den eingeebneten, gedankenlosen Umgang mit der Sprache gleichsam aufzustören.“
- ↑ Christof Rapp: Vorsokratiker, München 1997, S. 64. Nach Rapp kann Fragment B 93: „Der Herr, dem das Orakel in Delphi gehört, sagt nichts, verbirgt nichts, sondern gibt Zeichen“ auch als Anspielung auf Heraklit selbst verstanden werden. In diesem Sinne äußerte sich auch schon Ernesto Leibovich: L’aiôn et le temps dans le fragment B 52 d’Héraclite. In: Alter 2, 1994, S. 87–118, hier: 91.
- ↑ Dieter Bremer: Logos, Sprache und Spiel bei Heraklit. In: Synthesis philosophica 5 (fasc. 10), 1990, S. 379–391, hier: 380.
- ↑ Hans-Georg Gadamer: Vom Anfang bei Heraklit. In: Ingeborg Schüssler (Hrsg.): Sein und Geschichtlichkeit. Karl-Heinz Volkmann-Schluck zum 60. Geburtstag, Frankfurt a. M. 1974, S. 3–14, hier: 5.
- ↑ Diogenes Laertios 9,6.
- ↑ DK 22 B 1; Übersetzung leicht variiert nach Hans-Georg Gadamer (Hrsg.): Philosophisches Lesebuch, Band 1, Frankfurt am Main 1965, S. 27 (τοῦ δὲ λόγου τοῦδ᾽ ἐόντος ἀεὶ ἀξύνετοι γίνονται ἄνθρωποι καὶ πρόσθεν ἢ ἀκοῦσαι καὶ ἀκούσαντες τὸ πρῶτον· γινομένων γὰρ πάντων κατὰ τὸν λόγον τόνδε ἀπείροισιν ἐοίκασι, πειρώμενοι καὶ ἐπέων καὶ ἔργων τοιούτων, ὁκοίων ἐγὼ διηγεῦμαι κατὰ φύσιν διαιρέων ἕκαστον καὶ φράζων ὅκως ἔχει· τοὺς δὲ ἄλλους ἀνθρώπους λανθάνει ὁκόσα ἐγερθέντες ποιοῦσιν, ὅκωσπερ ὁκόσα εὕδοντες ἐπιλανθάνονται.).
- ↑ DK 22 B 112; Übertragung nach Dieter Bremer: Heraklit. In: Friedo Ricken (Hrsg.): Philosophen der Antike, Band 1, Stuttgart 1996, S. 73–92, hier: 91 (σωφρονεῖν ἀρετὴ μεγίστη, καὶ σοφίη ἀληθέα λέγειν καὶ ποιεῖν κατὰ φύσιν ἐπαίοντας.).
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 441.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 128.
- ↑ Andreas Graeser: Hauptwerke der Philosophie. Antike, Stuttgart 1992, S. 29.
- ↑ a b Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 130.
- ↑ Dieter Bremer: Heraklit. In: Friedo Ricken (Hrsg.): Philosophen der Antike, Band 1, Stuttgart 1996, S. 73–92, hier: 91 f.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 129 f.
- ↑ DK 22 B 17, B 19, B 28, B 34, B 46, B 56, B 85, B 87, B 95, B 97, B 104, B 107, B 121; Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 128.
- ↑ DK 22 B 1, B 4, B 9, B 10, B 13, B 21, B 24, B 25, B 26, B 29, B 37, B 49, B 54, B 89; Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 128.
- ↑ DK 22 B 40, B 42, B 57, B 81, B 106, B 129; Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 128.
- ↑ Andreas Graeser: Hauptwerke der Philosophie. Antike, Stuttgart 1992, S. 42.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 80 f.: „Denn was wäre Sein ohne Werden? – eine unerkennbare, gestaltlose Masse ohne Struktur und Leben; und was wäre Werden ohne Sein? – eine unerkennbare Bewegung ohne Richtung und Zweck, eine Veränderung von nichts zu nichts.“ Zu den konträren Positionen von Heraklit und Parmenides siehe Margot Fleischer: Anfänge europäischen Philosophierens. Heraklit – Parmenides – Platons Timaios, Würzburg 2001, S. 115 f.
- ↑ DK 22 B 12, DK 22 B 49a: „In dieselben Fluten steigen wir und steigen wir nicht: Wir sind es und sind es nicht“ (ποταμοῖς τοῖς αὐτοῖς ἐμβαίνομέν τε καὶ οὐκ ἐμβαίνομεν, εἶμέν τε καὶ οὐκ εἶμεν). B 49a gilt jedoch als nur vage Anlehnung an den Originaltext, wobei der gesamte zweite Teil nicht authentisch ist; Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 326. DK 22 B 91: „[Der Fluss] zerstreut und sammelt sie wiederum und naht sich und entfernt sich“ (σκίδνησι καὶ πάλιν συνάγει καὶ πρόσεισι καὶ ἀπεισι·).
- ↑ Margot Fleischer: Anfänge europäischen Philosophierens. Heraklit – Parmenides – Platons Timaios, Würzburg 2001, S. 30.
- ↑ Margot Fleischer: Anfänge europäischen Philosophierens. Heraklit – Parmenides – Platons Timaios, Würzburg 2001, S. 31; ähnlich Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 327 f.
- ↑ Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 42.
- ↑ Christian Meier: Kultur, um der Freiheit willen: Griechische Anfänge – Anfang Europas? München 2009, S. 282 f.
- ↑ DK 22 B 80: „Zu wissen aber tut not: Der Krieg führt zusammen, und Recht ist Streit, und alles Leben entsteht durch Streit und Notwendigkeit.“ εἰδέναι δὲ χρὴ τὸν πόλεμον ἐόντα ξυνόν, καὶ δίκην ἔριν, καὶ γινόμενα πάντα κατ᾽ ἔριν καὶ χρεών. (Übersetzung nach Bruno Snell (Hrsg.) Heraklit. Fragmente. 8. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, S. 27)
- ↑ a b DK 22 B 57.
- ↑ Margot Fleischer: Anfänge europäischen Philosophierens. Heraklit – Parmenides – Platons Timaios, Würzburg 2001, S. 23.
- ↑ DK 22 B 111.
- ↑ DK 22 B 62: „Unsterbliche sterblich, Sterbliche unsterblich: Sie leben gegenseitig ihren Tod und sterben ihr Leben“ (ἀθάνατοι θνητοί, θνητοὶ ἀθάνατοι. ζῶντες τὸν ἐκείνων θάνατον, τὸν δὲ ἐκείνων βίον τεθνεῶτες).
- ↑ Dieter Bremer: Heraklit. In: Friedo Ricken (Hrsg.): Philosophen der Antike, Band 1, Stuttgart 1996, S. 73–92, hier: 88 verweist zudem darauf, dass Bogen und Leier (oder Lyra) außerdem auf höherer Ebene geeint sind in der Hand des Gottes Apollon, der als Inbegriff der Harmonie mit der Lyra abgebildet wird, der andererseits in der Ilias aber mit Hilfe des Bogens Pfeile ins Griechenlager sendet, die dort Pest und Streit auslösen.
- ↑ DK 22 B 103: B 60:
- ↑ DK 22 B 61:
- ↑ Zur Verwendung des Begriffs in der frühen griechischen Philosophie siehe Charles H. Kahn: Anaximander and the Origins of Greek Cosmology, Indianapolis 1994, S. 219–230.
- ↑ Das Weltfeuer Heraklits ist nicht als kosmisches Substrat oder Urstoff zu verstehen oder im Sinne der Elementenlehren anderer Vorsokratiker oder des Aristoteles zu deuten; siehe dazu Dieter Bremer, Roman Dilcher: Heraklit. In: Hellmut Flashar u. a. (Hrsg.): Frühgriechische Philosophie (= Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike. Band 1), Halbband 2, Basel 2013, S. 601–656, hier: 617; Serge N. Mouraviev: Heraclitea, Bd. 3/2, Sankt Augustin 2008, S. 142–144.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 404.
- ↑ Schon in der Antike (z. B. Aristoteles, De caelo 279b12–17) war umstritten, ob Heraklit eine Ekpyrosis-Theorie lehrte, welche einen Weltenbrand annimmt, oder aber eine andersartige Transformation des gesamten Kosmos zurück in das Ausgangselement Weltfeuer beschreibt; Margot Fleischer: Anfänge europäischen Philosophierens. Heraklit – Parmenides – Platons Timaios, Würzburg 2001, S. 35.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 135 f.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 137; noch Cicero habe Heraklit auf diese Weise verstanden, merkt Pleines an, wenn er von ignea vis sprach, von der entflammenden und verlöschenden Kraft, die ihm half, die Natur zu verstehen.
- ↑ DK B 90 laut Wikipedia:
eigentlich laut Plutarch: - ↑ Christof Rapp: Vorsokratiker, München 1997, S. 89. Anm. KF:püfe lieber mal 115 Aphorismen, Fragmente des Philosophen Hrakleitos - Heraklit
- ↑ Hermann Fränkel: Eine heraklitische Denkform. In: Hermann Fränkel: Wege und Formen frühgriechischen Denkens, 3., durchgesehene Auflage, München 1968, S. 253–283.
- ↑ Wolfgang Schadewaldt: Die Anfänge der Philosophie bei den Griechen. Die Vorsokratiker und ihre Voraussetzungen, Frankfurt am Main 1978, S. 373.
- ↑ Zur näheren Differenzierung siehe Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 176.
- ↑ DK 22 B 2 (διὸ δεῖ ἕπεσθαι τῷ ξυνῷ, τουτέστι τῷ κοινῷ· ξυνὸς γὰρ ὁ κοινός. τοῦ λόγου δ᾽ ἐόντος ξυνοῦ ζώουσιν οἱ πολλοὶ ὡς ἱδίαν ἔχοντες φρόνησιν).
- ↑ DK 22 B 50 (οὐκ ἐμοῦ, ἀλλὰ τοῦ λόγου ἀκούσαντας ὁμολογεῖν σοφόν ἐστιν ἓν πάντα εἶναι).
- ↑ DK 22 B 101. Anm. KF:auch DK 22 B 101b.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 189. Ähnlich interpretiert Christof Rapp: Vorsokratiker, München 1997, S. 90: „Heraklit lokalisiert offenbar die intellektuellen Fähigkeiten in der Seele und sieht sie proportional zum Anteil des Feuers, also der Trockenheit der Seele, wachsen.“
- ↑ DK 22 B 107.
- ↑ DK 22 B 36 (ψυχῇσιν θάνατος ὕδωρ γενέσθαι, ὕδατι δὲ θάνατος γῆν γενέσθαι, ἐκ γῆς δὲ ὕδωρ γίνεται, ἐξ ὕδατος δὲ ψυχή); Christof Rapp: Vorsokratiker, München 1997, S. 90.
- ↑ a b Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 431.
- ↑ Uvo Hölscher: Anfängliches Fragen. Studien zur frühen griechischen Philosophie, Göttingen 1968, S. 157 f.
- ↑ DK 22 B 24, B 25, B 27.
- ↑ Geoffrey Kirk: Heraclitus and Death in Battle (Fr. 24 D). In: American Journal of Philology 70, 1949, S. 384–393.
- ↑ Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 12 f., 19.
- ↑ DK 22 B 119 Ēthos anthrōpō daimōn. "Ethos dem Menschen Schicksal" (Liste griechischer Phrasen/Eta).
- ↑ Dieter Bremer: Heraklit. In: Friedo Ricken (Hrsg.): Philosophen der Antike, Band 1, Stuttgart 1996, S. 73–92, hier: 77.
- ↑ Dieter Bremer: Heraklit. In: Friedo Ricken (Hrsg.): Philosophen der Antike, Band 1, Stuttgart 1996, S. 73–92, hier: 76. Zur Selbstsuche siehe auch Fragment B 101.
- ↑ Gottfried Neeße: Heraklit heute. Die Fragmente seiner Lehre als Urmuster europäischer Philosophie, Hildesheim 1982, S. 108. Zu Heraklits Begriff 'ξύνον (xýnon)' bemerkt Neeße: „Im Altgriechischen steht das Wort zuerst einmal für ‚Gemeinwesen’ wie auch ‚Gemeinwohl’, und so wird es auch Heraklit aufgefasst haben.“
- ↑ διὸ δεῖ ἕπεσθαι τῷ ξυνῷ, τουτέστι τῷ κοινῷ· ξυνὸς γὰρ ὁ κοινός. τοῦ λόγου δ᾽ ἐόντος ξυνοῦ ζώουσιν οἱ πολλοὶ ὡς ἱδίαν ἔχοντες φρόνησιν.
- ↑ Übersetzung nach Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 138 (μάχεσθαι χρὴ τὸν δῆμον ὑπὲρ τοῦ νόμου ὅκωσπερ τείχεος).
- ↑ DK 22 B 114: „Um mit Geist zu reden, muss man sich auf den Geist des Ganzen stützen, so wie die Stadt sich auf das Gesetz stützt, ja noch viel stärker. Nähren sich doch alle menschlichen Gesetze aus dem Einzigen, dem Göttlichen. Das nämlich herrscht so weit, wie es immer will, ist für alles genug und ist immer noch mehr.“ Übersetzung nach Hans-Georg Gadamer: Philosophisches Lesebuch, Band 1, Frankfurt am Main 1965, S. 27 (ξὺν νῷ λέγοντας ἰσχυρίζεσθαι χρὴ τῷ ξυνῷ πάντων, ὅκωσπερ νόμῳ πόλις, καὶ πολὺ ἰσχυροτέρως. τρέφονται γὰρ πάντες οἱ ἀνθρώπειοι νόμοι ὑπὸ ἑνὸς τοῦ θείου· κρατεῖ γὰρ τοσοῦτον ὁκόσον ἐθέλει καὶ ἐξαρκεῖ πᾶσι καὶ περιγίνεται).
- ↑ Arthur Kaufmann: Problemgeschichte der Rechtsphilosophie. In: Ders. und Winfried Hassemer: Einführung in Rechtsphilosophie und Rechtstheorie der Gegenwart. Heidelberg, 4. Aufl. 1985, S. 27.
- ↑ „Gesetz kann auch sein, dem Willen eines einzigen zu gehorchen.“ Übersetzung nach Hans-Georg Gadamer: Philosophisches Lesebuch, Band 1, Frankfurt am Main 1965, S. 27 (νόμος καὶ βουλῇ πείθεσθαι ἑνός).
- ↑ a b Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 442.
- ↑ DK 22 B 82 (πιθήκων ὁ κάλλιστος αἰσχρὸς ἀνθρώπων γένει συμβάλλειν).
- ↑ DK 22 B 83 (ἀνθρώπων ὁ σοφώτατος πρὸς θεὸν πίθηκος φανεῖται καὶ σοφίᾳ καὶ κάλλει καὶ τοῖς ἄλλοις πᾶσιν).
- ↑ DK 22 B 79 (ἀνὴρ νήπιος ἤκουσε πρὸς δαίμονος ὅκωσπερ παῖς πρὸς ἀνδρός).
- ↑ DK 22 B 78 (ἦθος γὰρ ἀνθρώπειον μὲν οὐκ ἔχει γνώμας, θεῖον δὲ ἔχει).
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 441: Indem Heraklit jenes Verhältnis primär vor dem Hintergrund der Unterscheidung von außerphilosophischen Ansichten und wahrer Erkenntnis der Wenigen auffasst, „übt er zugleich die entschiedenste Kritik an dem vorphilosophischen Selbstverständnis des Menschen hinsichtlich seines Verhältnisses zu Gott oder Göttern; er klärt auf, was es mit diesem Verhältnis in Wahrheit auf sich hat.“
- ↑ Der Genitiv Plural πάντων pántōn (‚aller‘) wird in der Fachliteratur von manchen Interpreten als Neutrum aufgefasst (‚aller [Dinge]‘), von anderen als Maskulinum mit Bezug auf die anschließend genannten Personen (Götter und Menschen, Sklaven und Freie). Von den Herausgebern, Übersetzern und Kommentatoren bevorzugen die erstgenannte Deutung Hermann Diels, Walther Kranz: Die Fragmente der Vorsokratiker, Band 1, Hildesheim 2004, S. 208; Carlo Diano, Giuseppe Serra: Eraclito: I frammenti e le testimonianze, Mailand 1980, S. 115; Marcel Conche: Héraclite: Fragments, 3. Auflage, Paris 1991, S. 441; Jean-François Pradeau: Héraclite: Fragments, Paris 2002, S. 126, 234 und Francesco Fronterotta: Eraclito: Frammenti, Mailand 2013, S. 47. Für die andere Auffassung entscheiden sich Jean Bollack, Heinz Wismann: Héraclite ou la séparation, Paris 1972, S. 185; Miroslav Marcovich: Heraclitus: Greek text with a short commentary. Editio maior, Mérida 1967, S. 146; Thomas M. Robinson: Heraclitus: Fragments, Toronto 1987, S. 117; Geoffrey S. Kirk: Heraclitus: The Cosmic Fragments, Cambridge 1970, S. 246–249; Serge Mouraviev: Heraclitea, Band III.3.B/iii, Sankt Augustin 2006, S. 64 und Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 450 f.
- ↑ DK 22 B 53 (Πόλεμος πάντων μὲν πατήρ ἐστί, πάντων δὲ βασιλεύς, καὶ τοὺς μὲν θεοὺς ἔδειξε τοὺς δὲ ἀνθρώπους, τοὺς μὲν δούλους ἐποίησε τοὺς δὲ ἐλευθέρους). Den vollständigen Text überliefert Hippolyt von Rom, Refutatio contra omnes haereses 9,9,4; gekürzte und paraphrasierende Versionen in anderen Überlieferungen sind zusammengestellt bei Miroslav Marcovich: Heraclitus: Greek text with a short commentary. Editio maior, Mérida 1967, S. 143 f.
- ↑ DK 22 B 62 (ἀθάνατοι θνητοί, θνητοὶ ἀθάνατοι. ζῶντες τὸν ἐκείνων θάνατον, τὸν δὲ ἐκείνων βίον τεθνεῶτες).
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 453.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 456.
- ↑ DK 22 B 67 (ὁ θεὸς ἡμέρη εὐφρόνη, χειμὼν θέρος, πόλεμος εἰρήνη, κόρος λιμός. ἀλλοιοῦται δὲ ὅκωσπερ ›?‹, ὁπόταν συμμιγῇ θυώμασιν, ὀνομάζεται καθ᾽ ἡδονὴν ἑκάστου); das Subjekt des Vergleichs ist nicht erhalten. Man hat vermutet, dass Heraklit an Feuer, Wein oder Öl dachte; da diese Mutmaßungen aber spekulativ sind, wählt Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 460 f. die undifferenzierte Formulierung „Substanz“.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 456 ff.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 465 f.
- ↑ DK 22 B 116 (ἀνθρώποισι πᾶσι μέτεστι γινώσκειν ἑωυτοὺς καὶ σωφρονεῖν).
- ↑ DK 22 B 32; Übersetzung nach Hans-Georg Gadamer: Philosophisches Lesebuch, Band 1, Frankfurt am Main 1965, S. 29 (ἓν τὸ σοφὸν μοῦνον λέγεσθαι οὐκ ἐθέλει καὶ ἐθέλει Ζηνὸς ὄνομα).
- ↑ DK 22 B 41; Übersetzung nach Bruno Snell (Hrsg.) Heraklit. Fragmente. 8. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, S. 17. (ἓν τὸ σοφόν, ἐπίστασθαι γνώμην, ὁτέη ἐκυβέρνησε πάντα διὰ πάντων).
- ↑ Christian Meier: Kultur, um der Freiheit willen: Griechische Anfänge – Anfang Europas? München 2009, S. 283.
- ↑ DK 22 B 108; Übersetzung nach Hans-Georg Gadamer: Philosophisches Lesebuch, Band 1, Frankfurt am Main 1965, S. 28 (ὁκόσων λόγους ἤκουσα, οὐδεὶς ἀφικνεῖται ἐς τοῦτο, ὥστε γινώσκειν ὅτι σοφόν ἐστι πάντων κεχωρισμένον).
- ↑ DK 22 B 40. (πολυμαθίη νόον ἔχειν οὐ διδάσκει· Ἡσίοδον γὰρ ἂν ἐδίδαξε καὶ Πυθαγόρην αὖτίς τε Ξενοφάνεά τε καὶ Ἑκαταῖον).
- ↑ DK 22 B 129. Zweifel an der Echtheit von B 129 sind unbegründet; siehe Leonid Zhmud: Wissenschaft, Philosophie und Religion im frühen Pythagoräismus, Berlin 1997, S. 35–37.
- ↑ DK 22 B 81.
- ↑ DK 22 B 39.
- ↑ DK 22 B 104 (τίς γὰρ αὐτῶν νόος ἢ φρήν; δήμων ἀοιδοῖσι πείθονται καὶ διδασκάλῳ χρείωνται ὁμίλῳ οὐκ εἰδότες ὅτι ›οἱ πολλοὶ κακοί, ὀλίγοι δὲ ἀγαθοί‹).
- ↑ DK 22 B 42.
- ↑ Ilias 18,107.
- ↑ DK 22 A 22: „Heraklit verübelte es [Homer], dass er schrieb: ‚Schwände doch jeglicher Zwiespalt unter Göttern und Menschen‘“ (Ἡράκλειτος ἐπιτιμᾷ τῷ ποιήσαντι ›ὡς ἔρις ἔκ τε θεῶν καὶ ἀνθρώπων ἀπόλοιτο‹); Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 451.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 9. Daher versteht Held seinen eigenen Interpretationsansatz als Gegenentwurf zu den „beliebten ‚tiefsinnigen’ Spekulationen“, bei denen die Heraklit-Fragmente nur „als Reizworte für eigene Einfälle“ herhielten; Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 110.
- ↑ Als hinderlich auf der Suche nach dem historischen Heraklit bezeichnet Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 36, ganz im Stile Gadamers, vor allem jene Interpretationen, „die den Logos bei Heraklit entweder mit dem Absoluten gleichsetzten oder ihn weltgeschichtlich mediatisierten. […] In all diesen Fällen kommt es deshalb im Rückblick darauf an, die späteren Überlagerungen sorgfältig wieder abzutragen, um den Gedanken auf seine anfängliche Bedeutung zurückzuführen. Erst danach macht es Sinn, ihn auf die typisch neuzeitlichen Gegenstände und Formen des Wissens zu übertragen.“
- ↑ Diogenes Laertios 2,22; Übersetzung nach Christof Rapp: Vorsokratiker, München 1997, S. 61. Zu dieser Anekdote und ihrer Überlieferung siehe Serge N. Mouraviev: Heraclitea, Bd. III.1, Sankt Augustin 2003, S. 77 f. und Bd. II.A.1, Sankt Augustin 1999, S. 9, 178 f.
- ↑ Uvo Hölscher: Die Wiedergewinnung des antiken Bodens. Nietzsches Rückgriff auf Heraklit. In: Neue Hefte für Philosophie 15/16, 1979, S. 156–182, hier: 156.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 9.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 10 merkt dazu an: „Ebenso verdächtig erscheint die Berufung auf Heraklit, wenn umgekehrt die Gegensätzlichkeit und Bewegtheit der unterschiedlich seienden Dinge begrifflich abgestuft wurden, um sie auf der höchsten Stufe einer letzten unbewegten sowie differenz- und gegensatzlosen Einheit formal zusammenzufassen.“
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 326 f.
- ↑ Platon, Kratylos 401d.
- ↑ Platon, Theaitetos 179d.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 10; Margot Fleischer: Anfänge europäischen Philosophierens. Heraklit – Parmenides – Platons Timaios, Würzburg 2001, S. 121.
- ↑ Die Briefe des Pseudo-Heraklit sind herausgegeben von Serge N. Mouraviev: Heraclitea, Bd. II.A.2, Sankt Augustin 2000, S. 274–309.
- ↑ Die Belege sind gesammelt bei Serge N. Mouraviev: Heraclitea II.A.2, Sankt Augustin 2000, S. 259 ff.
- ↑ Uvo Hölscher: Die Wiedergewinnung des antiken Bodens. Nietzsches Rückgriff auf Heraklit. In: Neue Hefte für Philosophie 15/16, 1979, S. 156–182, hier: 156.
- ↑ Die Belege zu Lukians Heraklit-Rezeption hat Serge N. Mouraviev: Heraclitea II.A.2, Sankt Augustin 2000, S. 450–452 zusammengestellt.
- ↑ Die einschlägigen Stellen stehen bei Serge N. Mouraviev: Heraclitea II.A.2, Sankt Augustin 2000, S. 570–584.
- ↑ Die Belege sind zusammengestellt bei Serge N. Mouraviev: Heraclitea, Bd. II.A.4, Sankt Augustin 2003, S. 797–891.
- ↑ In seinem Kommentar zu Martianus Capella 5,150–165.
- ↑ Die Stellen sind bei Serge N. Mouraviev: Heraclitea II.A.4, Sankt Augustin 2003 zusammengestellt, S. 894–922 für Albertus Magnus, S. 924–936 für Thomas von Aquin.
- ↑ Dante, Divina commedia, Inferno IV,138.
- ↑ Peter Kampits: Heraklit und Nicolaus Cusanus. In: Atti del Symposium Heracliteum 1981, Bd. 2, hrsg. von Livio Rossetti, Roma 1984, S. 11–18, hier: 18.
- ↑ Uvo Hölscher: Die Wiedergewinnung des antiken Bodens. Nietzsches Rückgriff auf Heraklit. In: Neue Hefte für Philosophie 15/16, 1979, S. 156–182, hier: 157.
- ↑ Hölderlin: Hyperion I 2, 3. Brief (Kleine Stuttgarter Ausgabe, Bd. 3, S. 55) und letzter Brief (S. 85).
- ↑ Zitiert nach Dieter Bremer: Heraklit. In: Friedo Ricken (Hrsg.): Philosophen der Antike, Band 1, Stuttgart 1996, S. 73–92, hier: 73.
- ↑ Zitiert nach Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 110.
- ↑ Friedrich Schleiermacher: Herakleitos der dunkle […]. In: Schleiermacher: Kritische Gesamtausgabe, Abteilung 1, Bd. 6, Berlin 1998, S. 101–241, hier: 105.
- ↑ So Schleiermacher in einem Brief (Berlin, 8. März 1808), zitiert nach Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 25.
- ↑ Dorothea Lohmeyer: Faust und die Welt, München 1975, S. 26; Uvo Hölscher: Die Wiedergewinnung des antiken Bodens. Nietzsches Rückgriff auf Heraklit. In: Neue Hefte für Philosophie 15/16, 1979, S. 156–182, hier: 161.
- ↑ Uvo Hölscher: Die Wiedergewinnung des antiken Bodens. Nietzsches Rückgriff auf Heraklit. In: Neue Hefte für Philosophie 15/16, 1979, S. 156–182, hier: 160.
- ↑ Goethe: Die Leiden des jungen Werthers, I. Buch, 18. August, Jubiläumsausgabe Bd. 16, S. 58 f.
- ↑ Friedrich Nietzsche: Nachgelassene Fragmente 1884–1885 (= Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe (KSA), Bd. 11), 2. Auflage, Berlin 1988, S. 134 (Fragment 25[454]).
- ↑ Friedrich Nietzsche: Ecce homo. In: Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe (KSA), Bd. 6, 2., durchgesehene Auflage, Berlin 1988, S. 255–374, hier: 312 f.
- ↑ Friedrich Nietzsche: Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen. In: Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe (KSA), Bd. 1, 2., durchgesehene Auflage, Berlin 1988, S. 799–872, hier: 834: „Solche Menschen leben in ihrem eignen Sonnensystem; darin muß man sie aufsuchen. […] Von dem Gefühl der Einsamkeit aber, das den ephesischen Einsiedler des Artemis-Tempels durchdrang, kann man nur in der wildesten Gebirgsöde erstarrend etwas ahnen. […] Er ist ein Gestirn ohne Atmosphäre. Sein Auge, lodernd nach innen gerichtet, blickt erstorben und eisig, wie zum Scheine nur, nach außen. Rings um ihn, unmittelbar an die Feste seines Stolzes, schlagen die Wellen des Wahns und der Verkehrtheit: mit Ekel wendet er sich davon ab. Aber auch die Menschen mit fühlender Brust weichen einer solchen wie aus Erz gegossenen Larve aus; in einem abgelegenen Heiligtum, unter Götterbildern, neben kalter, ruhig-erhabener Architektur mag so ein Wesen begreiflicher erscheinen. Unter Menschen war Heraklit, als Mensch, unglaublich.“
- ↑ Uvo Hölscher: Die Wiedergewinnung des antiken Bodens. Nietzsches Rückgriff auf Heraklit. In: Neue Hefte für Philosophie 15/16, 1979, S. 156–182, hier: 164.
- ↑ Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra, Teil 1. In: Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe (KSA), Bd. 4, 2., durchgesehene Auflage, Berlin 1988, S. 9–102, hier: 14.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 110.
- ↑ Friedrich Nietzsche: Ecce homo. In: Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe (KSA), Bd. 6, 2., durchgesehene Auflage, Berlin 1988, S. 255–374, hier: 313: „diese Lehre Zarathustra’s könnte zuletzt auch schon von Heraklit gelehrt worden sein.“
- ↑ Dieter Bremer: Heraklit. In: Friedo Ricken (Hrsg.): Philosophen der Antike, Band 1, Stuttgart 1996, S. 73–92, hier: 75.
- ↑ Friedrich Nietzsche: Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen. In: Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe (KSA), Bd. 1, 2., durchgesehene Auflage, Berlin 1988, S. 799–872, hier: 826.
- ↑ Friedrich Nietzsche: Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen. In: Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe (KSA), Bd. 1, 2., durchgesehene Auflage, Berlin 1988, S. 799–872, hier: 823.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 114.
- ↑ Martin Heidegger: Logos (Heraklit, Fragment 50) und Aletheia (Heraklit, Fragment 16). In: Heidegger: Vorträge und Aufsätze (= Heidegger: Gesamtausgabe Bd. 7), Frankfurt am Main 2000, S. 211–234, 263–288; Heraklit, [Ober-]Seminar [mit Eugen Fink], Wintersemester 1966/1967. In: Heidegger: Gesamtausgabe Bd. 15, Frankfurt a. M. 1986, S. 9–263; Heraklit. 1. Der Anfang des abendländischen Denkens. 2. Logik. Heraklits Lehre vom Logos, Freiburger Vorlesung Sommersemester 1943 und Sommersemester 1944 (= Heidegger: Gesamtausgabe Bd. 55), Frankfurt am Main 1979; Aus den Aufzeichnungen zu dem mit Eugen Fink veranstalteten Heraklit-Seminar. In: Heidegger Studies 13, 1997, S. 9–14.
- ↑ Peter Trawny: Martin Heidegger, Frankfurt 2003, S. 119 f. Heidegger hat dem Thema einen eigenen Aufsatz gewidmet: Logos (Heraklit, Fragment 50). In: Heidegger: Vorträge und Aufsätze (= Heidegger: Gesamtausgabe Bd. 7), Frankfurt am Main 2000, S. 211–234; Heraklits Logos meint für Heidegger „das entbergend-bergende Versammeln“; Martin Heidegger: Nietzsche, Bd. 2, Pfullingen 1961, S. 463.
- ↑ Martin Heidegger: Metaphysik und Nihilismus (= Heidegger: Gesamtausgabe Bd. 67), Frankfurt am Main 1999, S. 135.
- ↑ Martin Heidegger: Vom Wesen der Wahrheit. Zu Platons Höhlengleichnis und Theätet (= Heidegger: Gesamtausgabe Bd. 34), Frankfurt am Main 1988, S. 93. Auch dem Begriff aletheia widmet Heidegger einen Aufsatz: Aletheia (Heraklit, Fragment 16). In: Heidegger: Vorträge und Aufsätze (= Heidegger: Gesamtausgabe Bd. 7), Frankfurt am Main 2000, S. 263–288.
- ↑ Martin Heidegger: Metaphysik und Nihilismus (= Heidegger: Gesamtausgabe Bd. 67), Frankfurt am Main 1999, S. 89.
- ↑ So u. a. in Martin Heidegger: Metaphysik und Nihilismus (= Heidegger: Gesamtausgabe Bd. 67), Frankfurt am Main 1999, S. 96.
- ↑ a b Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 113.
- ↑ DK 22 B 123 (φύσις κρύπτεσθαι φιλεῖ).
- ↑ Erich Fromm: Die Kunst des Liebens, Ulm 2007, S. 88.
- ↑ Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 78.
- ↑ Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 19.
- ↑ Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 33 Anm. 1.
- ↑ Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 56 verweist auf B 32 (ἓν τὸ σοφὸν μοῦνον λέγεσθαι οὐκ ἐθέλει καὶ ἐθέλει Ζηνὸς ὄνομα), B 41 (εἶναι γὰρ ἓν τὸ σοφόν, ἐπίστασθαι γνώμην, ὁτέη ἐκυβέρνησε πάντα διὰ πάντων) und B 50 (οὐκ ἐμοῦ, ἀλλὰ τοῦ λόγου ἀκούσαντας ὁμολογεῖν σοφόν ἐστιν ἓν πάντα εἶναι).
- ↑ Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 85 (ἄνθρωπος ἐν εὐφρόνῃ φάος ἅπτεται ἑαυτῷ ἀποσβεσθεὶς ὄψεις. ζῶν δὲ ἅπτεται τεθνεῶτος εὕδων, ἐγρηγορὼς ἅπτεται εὕδοντος).
- ↑ Hans-Georg Gadamer: Der Anfang des Wissens, Stuttgart 1999, S. 89.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 341.
- ↑ DK 22 B 24: „Im Kriege Gefallene ehren Götter und Menschen“; B 25: „Größerer Tod empfängt größere Belohnung.“
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 432.
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 320; in der zugehörigen Anmerkung 73 vermerkt Held: „Ich spiele hier auf Husserls Entdeckung des Präsenzfeldes mit Retention und Protention an.“ Auf S. 323 führt Held aus: „Dieses Kommen und Gehen kann aber nicht Ankunft und Weggang einer ungegenwärtigen Gegenwart sein, die von der einen übergängigen Gegenwart unterschieden wäre; denn Unterscheidung von anderen Gegenwarten würde Auflösung ihrer Einzigkeit bedeuten. Demnach kann das reine Kommen und Gehen nur Ankunft und Weggang der einen Gegenwart selbst sein. Das aber ist nur möglich, wenn die Gegenwart von sich selbst unterschieden wird. Nun ist die beständige Gegenwart, wie sich herausgestellt hat, Helle. Als von sich Unterschiedene muß sie demnach Dunkel sein.“
- ↑ Klaus Held: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 281.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 13; S. 33: „Da Heraklit seine eigenen Nachforschungen keineswegs als genialische Leistung, sondern weit eher als Beitrag zu einem jederzeit möglichen gemeinsamen Wissen und Wollen verstand, ist der heutige Interpret gehalten, auch dessen Bezüge zum Geist jener Zeit, zur gemeinsamen Vernunft, ernstzunehmen.“ Dabei verweist Pleines auch auf Sextus Empiricus und Mark Aurel, die Heraklits Berufung „auf das ideell Verbindende, auf das Gemeinschaftliche und Verpflichtende im logos“ hervorhoben.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 90: „Denn die Zuordnung, die aus einem freien Spiel von Kräften oder Vermögen erwächst, lebt von einer Gesetzlichkeit, die an einen Vollzug gebunden ist, in dem Zufall und Notwendigkeit zusammenwirken.“
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 182.
- ↑ a b Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 120.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 181.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 201 f. weist darauf hin, dass das Hören von Tönen und das Erkennen distinkter, aber miteinander verbundener Tonfolgen nur möglich war, „solange die verschiedenen Töne nicht unterschiedslos in einen einzigen, unartikulierten Laut zurückfielen, sich aber auf der anderen Seite auch nicht aus der Melodie ins Grenzenlose isolierter Einzelnheit verflüchtigten“. Schnittpunkt in der Wahrnehmung aber sei der kairos, jener Moment, „in dem das Grenzenlose begrenzt und das Begrenzte von den Fesseln der starren Regeln befreit wurde“.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 202.
- ↑ Jürgen-Eckardt Pleines: Heraklit. Anfängliches Philosophieren, Hildesheim 2002, S. 121, 180.
- ↑ Olof Gigon: Untersuchungen zu Heraklit, Leipzig 1935, S. 118–120.
- ↑ William K. C. Guthrie: A History of Greek Philosophy, Bd. 1, Cambridge 1962, S. 446–449.
- ↑ Karl Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Bd. 1, 7., überarbeitete Auflage, Tübingen 1992, S. 22 f.
- ↑ Hermann Fränkel: Wege und Formen frühgriechischen Denkens, 3., durchgesehene Auflage, München 1968, S. 270.
- ↑ Gregory Vlastos: On Heraclitus. In: American Journal of Philology 76, 1955, S. 337–368, hier: 356 f.
- ↑ Charles H. Kahn (Hrsg.): The art and thought of Heraclitus, Cambridge 1979, S. 205–210.
- ↑ Wolfgang Schadewaldt: Die Anfänge der Philosophie bei den Griechen, 2. Auflage, Frankfurt 1979, S. 389 f.
- ↑ Geoffrey S. Kirk: Heraklit von Ephesus. In: Geoffrey S. Kirk, John E. Raven, Malcolm Schofield (Hrsg.): Die vorsokratischen Philosophen, Stuttgart 2001, S. 198–233, hier: 211–213.
- ↑ Dieter Bremer, Roman Dilcher: Heraklit. In: Hellmut Flashar u. a. (Hrsg.): Frühgriechische Philosophie (= Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike. Band 1), Halbband 2, Basel 2013, S. 601–656, hier: 625 f.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heraklit |
| ALTERNATIVNAMEN | Ἡράκλειτος ὁ Ἐφέσιος (griechisch); Herákleitos ho Ephésios; Heraclitus Ephesius (latinisiert) |
| KURZBESCHREIBUNG | griechischer vorsokratischer Philosoph |
| GEBURTSDATUM | um 520 v. Chr. |
| GEBURTSORT | Ephesos, Ionien, Perserreich |
| STERBEDATUM | um 460 v. Chr. |
- Anmerkung KF
- Schaufenster Einzug
- Schaufenster Auszug
- Wikipedia.de Artikel
- Wikipedia:Exzellent
- Philosoph (Antike)
- Vorsokratiker
- Erkenntnistheoretiker
- Griechische Philosophie
- Naturphilosophie
- Literatur (Altgriechisch)
- Aphoristiker
- Autor
- Literatur der Antike
- Person als Namensgeber für einen Mondkrater
- Grieche (Antike)
- Geboren im 6. Jahrhundert v. Chr.
- Gestorben im 5. Jahrhundert v. Chr.
- Mann
- Auswahl Persönlichkeit
- Heraklit
- Philosoph
- Erkenntnißtheoretiker
- Urheber
- Ehrung Mondkrater
- Grieche


